Abstimmung über britische Neuwahlen und die Hintergründe

Ein Jahr nach dem EU-Referendum werden die Briten schon wieder an die Wahlurne gerufen. Wenn alles nach dem Plan von der englischen Regierungschefin Theresa May läuft, wird das Unterhaus den Weg dafür am Nachmittag frei machen. Die Abgeordneten des Unterhauses sind alle direkt gewählt und müssen sich nun früher als vorgesehen entscheiden, ob sie überhaupt wieder antreten.

Die Opposition deutete bereits ihre Zustimmung für Neuwahlen an und geht schon in „Wahlkampf Stellung“. Für Frau May sind die Umfragen derzeit günstig, die Labour ist tief zerstritten und liegt in den Umfragen 20 Prozentpunkte hinter den regierenden Tories. Und sie hofft so den Rückenwind für einen harten Brexit zu bekommen

Labour-Chef Jeremy Corbyn  will mit innenpolitischen Themen punkten, O-Ton:

„Wir werden die Wirtschaftspolitik infrage stellen: die Einschnitte in den öffentlichen Ausgaben, in den Schulen, in den Krankenhäusern. Wir wollen die großen Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft überwinden, in der eine kleine Minderheit sehr reich ist und zu viele Menschen in Armut am anderen Ende der Skala leben.“

Der Parteichef der Liberaldemokraten (war bei der letzten Wahl um 46 Sitze abgerutscht) hofft nun auf Zulauf aus den Reihen der EU-Befürworter, O-Ton:

„Das ist die Möglichkeit für die Leute, den Kurs zu ändern und zu zeigen: Wir sind gegen den harten Brexit. Damit können wir die Opposition aufbauen, die wir in diesem Land dringend brauchen“. 

Also abwarten und Tee trinken bis die Entscheidung gefallen…

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