Abtritt eines Unbeugsamen

Nörgler, Polterer, Querulant: So wurde CSU-Vize Gauweiler wahrgenommen. Doch er ist auch ein leidenschaftlicher Demokrat. Sein Rückzug ist für die CSU ein Problem. von 

Stand 31.03.2015 18:54

Vor knapp einem Jahr stand Peter Gauweiler in der lichten Halle der Münchner Gaszählerwerkstatt. Es war ein Freitagabend im Mai, mitten im Europawahlkampf. Gauweiler schimpfte über Schuldenkrise, Eurorettung und die Brüsseler Bürokratie – und fühlte sich dabei durchaus im Einklang mit seiner Partei, der CSU, auch wenn er darüber selbst ein wenig verwundert schien: „Es ist erstaunlich, was heutzutage alles im Programm steht“, konstatierte er an jenem Abend in München.  

Erst wenige Monate zuvor hatte CSU-Chef Horst Seehofer den prominenten Euroskeptiker zu seinem Stellvertreter wählen lassen. Gauweiler sollte all jene, die bei dieser Wahl womöglich mit der europakritischen AfD liebäugelten, an die CSU binden.

Das Kalkül ging allerdings nicht auf. Mit 40,5 Prozent erzielte die CSU ihr schlechtestes Ergebnis bei einer überregionalen Wahl seit 1954. Die Partei bemühte sich fortan um moderatere Töne in der Europapolitik. Gauweiler aber blieb bei seiner Haltung. Zum Eklat kam es, als er die Verlängerung des Griechenland-Hilfsprogramms im Bundestag Ende Februar dieses Jahres ablehnte.

Weiterlesen unter http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-03/gauweiler-csu-seehofer

sehenswert sein Statement zur Deutschen Bank:

 

Hochgeladen am 14.06.2010

Diether Dehm feierte am 20. April 2010 in Berlin seinen 60sten Geburtstag und diskutierte mit Weggefährten:
Peter Gauweiler, Gregor Gysi, Oskar Lafontaine und Ottmar Schreiner

Die lukrativeren Einnahmemöglichkeiten aus anderen Quellen haben ihre Wirkung. Er hat dennoch als Politiker geschafft eine eigene Meinung zu haben. Nicht viele schaffen dies im Moloch des Politikgeschäftes.

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