Ära der leisen Staatsstreiche in Lateinamerika

Ecuadors Präsident Rafael Correa während des versuchten Staatsstreichs vom 30. September 2010 Ecuadors Präsident Rafael Correa während des versuchten Staatsstreichs vom 30. September 2010

Ära der leisen Staatsstreiche in Lateinamerika

Nach den Diktaturen ist Lateinamerika wieder ein Feld für linke Politik geworden. Inzwischen aber haben die USA gelernt, Regierungen ohne zu viel Blutvergießen zu stürzen
Von  Übersetzung:  Sand im Getriebe (Attac)

…Dieser Vorfall in Ecuador wurde selten analysiert3, es lohnt sich jedoch, sich damit länger auseinanderzusetzen. Er stellt ein Schulbeispiel für die neuen, jetzt angewandten Strategien dar, um das störende Oberhaupt eines Staates aus der Macht zu entfernen. Sicherlich, die Zeiten scheinen weit zurückzuliegen, in der das Militär in Südamerika mit Hilfe Washingtons die verfassungsmäßigen und aus demokratischen Wahlen hervorgegangenen Regierungen hinwegfegten. Jedoch, nachdem eine ganze Reihe charismatischer linker oder gemäßigt linker Politiker dort durch die Mobilisierung der benachteiligten Bevölkerung seit 1999 an die Macht gekommen sind, fanden in folgenden Ländern Anschläge, Staatsstreiche und andere Versuche der Destabilisierung statt, die mal vereitelt und mal erfolgreich durchgeführt wurden:Venezuela (2002, 2003, 2014), in Haiti (2004), in Bolivien (2008), in Honduras (2009), in Ecuador (2010) und in Paraguay (2012). Aber die konservativen Kräfte haben gemerkt, dass sich die blutigen Methoden auf internationaler Ebene als kontraproduktiv erweisen und dass zumindest in Lateinamerika ein klassischer „Staatsstreich“ nicht mehr durchkommt. Die Techniken haben sich dann weiterentwickelt.

Freie Medien für unfreie Politik ….

…Als die Ereignisse des 28. Juni 2009 Honduras erschüttern, hatte Barack Obama bereits Bush im Weißen Haus ersetzt. Das Flugzeug jedoch, das die erzwungene Überführung von Zelaya von Tegucigalpa nach San José in Costa Rica (30 Minuten Flug) vornimmt, macht einen Zwischenstopp auf der amerikanischen Militärbasis Palmerola, die es seit den 1980er Jahren auf honduranischem Territorium gibt. Aber niemand bemerkt hier irgendetwas! „Als ich Präsident Correa gefragt habe, ob die Vereinigten Staaten hinter 30-S steckten“, stellt Juan Pax y Miño16 in Quito belustigt fest: „Es gibt keine Beweise, aber … man kann diese Möglichkeit nie ausschließen.“ Später wurde der ecuadorianische Präsident genauer und nannt die CIA als Schuldigen, wobei er eine direkte Verantwortung des Präsidenten Obama ausschloss: „Worüber wir Gewissheit haben ist, dass es [in den Vereinigten Staaten] rechtsextreme Gruppen gibt, eine Fülle von Stiftungen, die die Gruppen finanzieren und zahlreiche Verschwörer, die unserer Regierung feindlich gesonnen sind …“17….

https://amerika21.de/analyse/109311/aera-der-leisen-staatsstreiche

Der Artikel (so lang er auch ist .) ein absolutes MUSS für jeden der verstehen will mit welchen Mitteln die USA und diverse andere westliche Hilfsakteure und Geldlieferanten (wie  Friedrich Naumann Stiftung oder Konrad Adenauer Stiftung) vorgehen um diese Länder wieder zum Hinterhof Amerikas und damit auch wieder in eigenen witschaftlichen Profitbereich zu „überführen“.

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