Aktuelle Sozialpolitik in Deutschland: Gerechtigkeit beim Lohn per Gesetz?

Es ist Wahljahr, wen wundern da nicht die Vorstöße der Politik mit neuen Ideen und Forderungen Gehör finden zu wollen. Sind es nun die Erkenntnisse das es soziale Ungerechtigkeiten hier in Deutschland gibt, bestätigt Jahr für Jahr durch verschiedene Untersuchungen und Analysen. Deswegen scheint die Absicht des Arbeitsministeriums eine Gesetzesinitiative zur Verbesserung der Transparenz über Löhne und Gehälter zu schaffen oder im Bundesfamilienministerium ein Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit auch nur ein Abklatsch dieser Wahlvorbereitung. Wenn es der Politik daran gelegen wäre tatsächlich die Bedingungen zu ändern die heute die Schere zwischen arm und reich aufzuzeigen und wenn es geht diese auch noch zu schließen – warum macht sie es dann nicht einfach?! Warum wartet man bis zum Ende der Legislatur und wagt dann diesen Schritt ins Blaue – erstens sind somit zu viele Jahre bereits ins Land gegangen, zweitens kann man doch davon ausgehen dass diese Gesetze definitiv nicht mehr in die Umsetzung gehen und drittens was soll sich denn mit diesen Gesetzen ändern? Die reine Information wer wie viel Lohn oder Gehalt erhält,  ändert doch per se nichts an den Zuständen, erzeugt sicher Unsicherheit oder gar Neid, aber es fehlt letztlich an den entscheidenden Reaktionen die auf solche Gesetze folgen müssten – nicht nur gleichen Lohn für gleiche Arbeit sondern auch ehrliche Lohnpolitik, Abschaffung von Niedriglohn zum Beispiel durch Schaffung reeller Lohnbedingungen, Abschaffung der Leiharbeit und Umwandlung in Festanstellung . Dazu jedoch fehlt es wohl den Politikern im Moment an Phantasie oder sie scheut den Diskurs mit der Wirtschaft…

Die Gesetze werden somit wohl eine rein symbolische Wirkung haben, ohne tatsächliche Wirkungskraft.

http://aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de/2017/01/8.html

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