Anteil der Niedriglohnempfänger wächst rasant

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-12/arbeitsmarkt-niedriglohn-anteil-beschaeftigte?cid=10580519#cid-10580519

Wenn deutsche Unternehmen im globalen Wettbewerb mithalten wollen, dann müssen halt die Löhne runter. Und ja, das ist ironisch gemeint.

Die Weltwirtschaftskrise ist nichts anderes als eine Systemkrise, auch ausgelöst von Lohn- und Preisdumping, der politisch gar durch Subventionen für transnational agierende Unternehmen gefördert wird. Niedriglöhne schaden am Ende der Binnenwirtschaft, die ja in Deutschland traditionell sehr niedrig ist, weil die deutsche Wirtschaft von exportabhängigen Unternehmen geprägt ist. Aber ist schon bitter, wenn der Steuerzahler Leiharbeiter oder Werkvertragsarbeiter selbst bei einem Luxusautobauer wie Porsche möglicherweise durch das Aufstocken mit Hartz-IV subventionieren muss.

http://www.wiwo.de/untern…

Dazu kommt auch die Befreiung von der EEG-Umlage. Auch sie ist für viele Unternehmen kontraproduktiv, denn die Mehrbelastungen der Privathaushalte führen am Ende dazu, dass sie weniger konsumieren.

Die Flexibilität der Arbeitnehmer (prekäre Beschäftigung) führt am Ende zu den niedrigen Geburtenraten und den gestiegenen Kreditausfallrisiken für Banken, die ja dadurch weniger Kredite vergeben. Also am Ende auch wieder schädlich für die Wirtschaft, die selbst wiederum nicht investiert, weil die Investitionsrisiken gestiegen sind, deren Anstieg sie selbst mit verursacht hat. Darum greifen auch die billionenschweren Geldschwemmen der Zentralbanken nicht.

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