„Beihilfe zum Völkermord“

Bei einer Gedenkveranstaltung in Istanbul halten Teilnehmer die Bilder von Opfern des Völkermordes

Foto/dpa

 

Vor hundert Jahren nahmen die Gräueltaten an den Armeniern im Osmanischen Reich ihren Lauf. Ein deutscher Autor und Journalist hat sich nun mit der Rolle Deutschlands auseinandergesetzt. Seiner Ansicht nacht kann davon ausgegangen werden, dass deutsche Militärs an der Organisation der Deportationen beteiligt waren.

Gottschlich hat jahrelang zur Vertreibung der Armenier recherchiert – unter schwierigen Bedingungen, denn das Thema ist in der Türkei immer noch mit Tabus behaftet. Er nennt die deutsche Rolle dabei «das dunkelste deutsche Kapitel im Ersten Weltkrieg». Und der Autor bemängelt: «Dass vor dem Genozid an den europäischen Juden im 20. Jahrhundert schon einmal ein Menschheitsverbrechen stattgefunden hatte, an dem deutsche Soldaten und Diplomaten mittelbar beteiligt waren, ist bis heute vielen Deutschen kaum bewusst.»

http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2015/02/509279/beihilfe-zum-voelkermord-autor-wirft-deutschland-mitschuld-vor/

Am 24.4. soll im Bundestag ein Antrag von CDU und SPD dazu beraten werden. Auf Druck der Fraktionsspitzen und des auswärtigen Amtes ist das Wort Völkermord allerdings gestrichen worden.

Mit der Verantwortung für ihre Taten tun sich die Deutschen immer schwer, schon seit dem ersten Weltkrieg….. :evil:

0 Gedanken zu „„Beihilfe zum Völkermord“

  • Gimi
    2. April 2015 um 18:53
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    Das hatten sie schon davor gehabt lausebengel. Aufstand der Herero und Nama, wo man beide Volksstämme in Namibia fast komplett ausgelöscht hat. Der Völkermord in Deutsch-Südwestafrika ( Namibia ) hatte also 65.000 bis 85.000 Herero sowie etwa 10.000 Nama das Leben gekostet.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Aufstand_der_Herero_und_Nama

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  • lausebengel
    3. April 2015 um 17:18
    Permalink

    Gimi, stimmt – die sind auch noch nicht entschädigt. Die Schlange der Länder die darauf bestehen können wird immer länger. :oops:

    Antwort

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