Brasilien: Beim Putsch der Konservativen soll nun auch mit konstruierten Anklagen Ex Präsident Lula Inácio da Silva politisch ­ausgeschaltet ­werden

https://www.jungewelt.de/2017/01-31/071.php

Dazu noch interessant an Hintergrundwissen:

Angesichts dieser instabilen politischen Lage ist die außenpolitische Orientierung der Regierung erst einmal nur in Ansätzen zu erkennen. Fest steht allerdings, dass diese Putschregierung eine Umkehr zu offen, aggressiver neoliberaler Politik vollziehen und eine Wiederannäherung an die USA suchen wird.

Um diese Schlussfolgerung zu untermauern, genügt ein Blick auf das Regierungspersonal: Nach von Wikileaks veröffentlichten Dokumenten hat Michel Temer geheime Dokumente an die US-Botschaft übergeben. José Serra, jetzt Außenminister und einst Gegenkandidat der PSDB zu Luiz Inácio Lula da Silva und Dilma Rousseff sagte – so Wikileaks – gegenüber dem US-Energiekonzern Chevron zu, sich für die Rücknahme des Pre-Salt-Gesetzes und die Veränderung der Regeln einzusetzen. Der neue Finanzminister Henrique Meirelles, US-Staatsbürger, war Präsident der Boston Financial Global Banking (1999-2002) und späterer Präsident der brasilianischen Zentralbank unter Präsident Lula. Spekuliert wird, dass Mereilles 2018 eine Kandidatur für die Präsidentschaft anstreben will. Zentralbankpräsident Ilan Goldfein war Chefökonom der größten Privatbank Brasiliens, der Banco Itaú, mit engsten Verbindungen zum IWF und der Weltbank.

Erste Aktivitäten der neuen Regierungsmannschaft lassen erkennen, welche Zielstellungen die Temer-Regierung außenpolitisch verfolgt. Während eines Treffen Serras mit dem US-Außenminister John Kerry aus Anlass seines Besuches zu den Olympischen Spielen im August 2016 kann eingeschätzt werden:  

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