Bündnis 90/Die Grünen: Mit Annalena Baerbock und Robert Habeck zwei Realos jetzt an Parteispitze gewählt

Wahl der neuen Doppelspitze ein Richtungswechsel für den „Neuanfang“

Am Freitagabend hatten ja die Delegierten des Parteitages mit 78 Prozent beschlossen, dass ihre Satzung geändert wird und Habeck auch nach seiner Wahl zum Parteichef noch für acht Monate Umweltminister in Kiel bleiben kann. Das dies mit deutlich mehr als die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit geschehen ist hatte man allgemein nicht erwartet. Doch die Grünen scheinen bereit für ihren „Neustart“ einige heilige Kühe zu opfern. Zu sehr wurmt es die Mitglieder der Parteitages scheint es noch immer die kleinste Oppositionspartei des deutschen Bundestages zu sein. Also versucht man offensichtlich nun anders „fischen“ zu gehen.

So kann man auch das Ergebnis werten, dass eine Grüne Realo-Doppelspitze zum propagierten „Neuanfang“ gewählt wurde.

Mit einer deutlichen Mehrheit von 64 zu 34 Prozent setzte sich daher auch Annalena Baerbocksich gegen ihre Konkurrentin vom linken Flügel Anja Piel aus Niedersachsen durch.

Überraschung der Wahlen: Göring-Eckardt fiel bei der ersten Wahl in den Parteirat durch! Im Rennen um die sechs Plätze, die Männern und Frauen offen stehen, ergatterte Göring-Eckardt dann zwar doch noch einen Platz im zweiten Wahlgang, erzielte aber das schlechteste Ergebnis unter den nun Gewählten des Parteirates.

In den kommenden zwei Jahren sitzen unter anderem die Parlamentarische Geschäftsführerin Britta Haßelmann, der Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour,Bundestags-Fraktionsvize Katja Dörner, die EU-Politikerin Ska Keller und der Fraktionschef Anton Hofreiter.

Sieht man sich die Hintergründe zu den Politikern an kann man berechtigt feststellen das die Delegierten der Partei Grüne/Bündnis 90  in Hannover sich für Jamaikabündnisse als Zukunft entschieden haben. Nun dominiert mit den Realos der Flügel der in Richtung Marktfundamentalismus tendiert und sie haben sich aus dem  Mitte-Links-Lager verabschiedet. Dies zeigte sich aber schon bei der Bereitschaft zur Abweichung von Wahlversprechen und einer „extrem hohen Kompromissbereitschaft“ bei den Sondierungsgesprächen.

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