Bundestag schränkt Rechte lesbischer Paare ein

Vor knapp vier Wochen, am 28.Mai, hat der Bundestag die Rechte lesbischer Paare bei der Adoption stark eingeschränkt. Teile der Union erklärten mal wieder lautstark, dass Regenbogenfamilien eine Gefahr für das Kindswohl darstellen könnte, darum dürfe man lesbischen Paaren nicht einfach so gestatten ein Kind zu adoptiern. Mit dem neuen Gesetz ist es nämlich so, wenn ein lesbische Paar ein Kind bekommt, ist ja relativ einfach über eine Samenspende, so wird die Frau welche das Kind zur Welt bringt als Mutter angesehen. Ihre Ehefrau und Partnerin hat keinerlei Anspruch auf das Kind, so könnte es im Extremfall zur Waise werden. Es sei denn, die Partnerin durchläuft das aufwändige und langwierige Verfahren einer Stiefkind Adoption. Bei hetero Paaren ist aber so, dass der Ehemann auch automatisch der Vater ist, auch wenn das Kind nach einer Scheidung auf die Welt kommt, und alle beteiligten einmütig erklären, dass der neue Partner der Mutter auch der biologische Vater ist. Warum also geht das bei eine verheirateten lesbischen Paar nicht? Und warum hat die SPD diesem unwürdigen Gesetz zugestimmt, obwohl sie sich, laut eigenen Angaben dabei unwohl gefühlt habe? Hier hätte die SPD klare Kante zeigen können und es darauf ankommen lassen. Das hätte ihr höchstwahrscheinlich einiges an Symphatie eingebracht, aber so bestimmt nicht. Wir werden sehen, ob wir diese Partei nach der nächsten Wahl im kommenden Jahr in der Rubrik, und ferner liefen, wiederfinden werden.

https://www.queer.de/detail.php?article_id=36222

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.