Council on Foreign Relations: Hauptschuld an Ukraine-Krise hat der Westen

Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/42/42618/1.html

Diesen Artikel sollte man unbedingt lesen! Es ist überhaupt äußerst erstaunlich, dass der CRF einen solchen Artikel zu genau diesem Zeitpunkt heraus gibt.Ich denke, man muss sich in einer Krise wie dieser zu einem Zeitpunkt, an dem alle Seiten unter höchstem Stress stehen, da die nächste Stufe der Eskalation möglicher Weise die letzte Stufe sein könnte – sehr deutlich daran erinnern, dass jedem Wort, das von einem der Beteiligten gesagt wird, höchste Aufmerksamkeit der anderen Seite gewidmet wird.

Wenn also der CRF, das Sprachrohr der Neos in den USA, das der US-Regierung am nächsten steht und ansonsten in der Vergangenheit nie durch wirkliche Kritik am Staatskurs aufgefallen ist, plötzlich und genau jetzt solche Worte wählt, dann steckt dahinter eine klare Absicht.

Ich kann mir beim besten Wille nicht vorstellen, dass ein einzelner „Schreiber“ beim CRF diesen Artikel verfassen und unbesehen veröffentlichen darf. Dazu hat der CRF ein zu großes innen- aber auch außenpolitisches Gewicht!

Dieser Artikel, diese offene Kritik an der amerikanischen Politik zu genau diesem Zeitpunkt, ist mit Sicherheit x-fach kontrolliert, redigiert und umgeschrieben worden. Selbstverständlich unter
Kontrolle und direktem Einfluss amerikanischer Regierungskreise. Auch die amerikanische Regierung ist nicht gerade berühmt für selbstkritisch reflektierendes Auftreten. Django passt wohl eher als Charakterisierung.

Man muss sich also fragen:

  • Warum kommt dieser Artikel überhaupt in die Öffentlichkeit?
    Warum wird er ausgerechnet durch den CRF veröffentlicht und nicht an  irgendein amerikanisches Blatt lanciert?
    Was will der CRF damit erreichen?
    Was will die amerikanische Regierung erreichen?
    Wurde der Artikel zuvor mit den Verbündeten der USA abgestimmt oder zumindest die Zielsetzung des Artikels?
    Ist auch das wieder ein Schachzug, um auf den offensichtlich unangreifbaren Schachzug Putins (Hilfskonvoi) zu reagieren und sich in der Öffentlichkeit wieder in ein besseres Licht setzen zu wollen?
    Oder besteht tatsächlich Hoffnung darauf, dass man allen Seiten die Möglichkeit schaffen will, ohne zu großen Gesichtsverlust aus der Krise heraus zu kommen und so Türen für Verhandlungen und eine friedliche Lösung zu öffnen?

Ich kann nicht ausschließen, dass die vorletzte Frage in den nächsten Tagen bestätigt wird, habe aber große Hoffnung, dass die letzte Frage in der Liste die richtige Frage ist.

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