Der Arbeitgeber-Thinktank „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“(INSM) ist auf der Suche nach nützlichen Arbeitnehmern die Handeln anstatt nachzudenken

Der Arbeitgeber-Thinktank „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ ist auf der Suche nach nützlichen Idioten:

Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft gegen Steuern – Mitmachen für den Sozialabbau

 Die »Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft« (INSM) hat mal wieder ein Projekt zum Mitmachen. Auf ihrer Website kann man jetzt sein Selfie hochladen, sein »Gesicht zeigen – Steuern senken!« Das auf den Server abgelegte Foto wird dann mit dem Schriftzug »I love Steuern senken« veredelt. »Nur eine Minute« und schon bist auch du dabei! Höhepunkt des Aktes: Alle Bilder werden zu einer [großen Fotowand[(https://steuernsenken.insm.de/) vereinigt. »Steuern senken – Wir sind dafür« wird dann wohl in großen Lettern über der Gesichtergalerie prangen.

Im Augenblick, da ich diese Zeilen tippe, haben sich schon um die 600 Menschen aufgefordert gefühlt, mit ihrem Gesicht für Steuersenkungen zu werben. Wahrscheinlich fühlen sie sich persönlich, als Arbeitnehmer geschröpft. Ein bisschen mehr Netto vom Brutto: Mit der Parole ködert man doch immer Leute. […]

Dabei ist bei der Kampagne der INSM manche Frage gar nicht so explizit erklärt: Um welche Steuern geht es? Wer soll weniger entrichten müssen? Gering- oder Spitzenverdiener? Und wer zum Henker zahlt momentan eigentlich zu viel Steuern?

Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft gegen Steuern – Mitmachen für den Sozialabbau

Die »Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft« (INSM) hat mal wieder ein Projekt zum Mitmachen. Auf ihrer Website kann man jetzt sein Selfie hochladen, sein »Gesicht zeigen – Steuern senken!« Das auf den Server abgelegte Foto wird dann mit dem Schriftzug »I love Steuern senken« veredelt. »Nur eine Minute« und schon bist auch du dabei! Höhepunkt des Aktes: Alle Bilder werden zu einer [großen Fotowand[(https://steuernsenken.insm.de/) vereinigt. »Steuern senken – Wir sind dafür« wird dann wohl in großen Lettern über der Gesichtergalerie prangen.

Im Augenblick, da ich diese Zeilen tippe, haben sich schon um die 600 Menschen aufgefordert gefühlt, mit ihrem Gesicht für Steuersenkungen zu werben. Wahrscheinlich fühlen sie sich persönlich, als Arbeitnehmer geschröpft. Ein bisschen mehr Netto vom Brutto: Mit der Parole ködert man doch immer Leute….

Dabei ist bei der Kampagne der INSM manche Frage gar nicht so explizit erklärt: Um welche Steuern geht es? Wer soll weniger entrichten müssen? Gering- oder Spitzenverdiener? Und wer zum Henker zahlt momentan eigentlich zu viel Steuern?

2 Gedanken zu „Der Arbeitgeber-Thinktank „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“(INSM) ist auf der Suche nach nützlichen Arbeitnehmern die Handeln anstatt nachzudenken

  • Netti
    26. Januar 2018 um 15:58
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    Lauserchen, ich finde es immer wieder erschreckend wie viele unserer Menschen auf solche Hinterhältigkeiten rein fallen! Man möchte manchmal Tag und Nacht beten: „Herr, lass Hirn vom Himmel fallen!“. Ehrlich, es gibt so Tage da zweifle ich an diesem Volk und seiner Evolution, heute ist so einer!

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  • Panthera
    27. Januar 2018 um 10:56
    Permalink

    Also um mal die Frage zu beantworten, wer denn zuviel Steuern zahlt. Kurz gesagt, alle! Zumndest gefühlt ist das so. Nehmen wir mal eine Fussgängerzone in irgendeiner deutschen Stadt und stellen dort mal den Passanten diese Frage, es wird niemand sagen; ich nicht. Also von daher ist diese Frage sehr trickreich, denn man ködert die Leute. Wofür stellt sich dann erst viel später heraus, sozusagen als Überraschungspaket. Und wer hat sich noch niemals über unsere Steuern aufgeregt? Das Problem ist ja auch, unser Steuerecht ist so undurchsichtig das kaum jemand wirklich durchblickt, selbst so manch ein Steuerberater, die sich ja eigentlich damit auskennen sollten, bekommt vielfach graue Haare dabei. Und nicht umsonst beschäftigen die Konzerne ganze Abteilungen, welche nichts anderes zu tun haben, als nach Schlupflöchern im Steuerrecht zu suchen. Denn viele in diesen Panama – oder Paradise Papers genannten Unternehmen haben ihr Geld, leider, völlig legal in diese Steuerparadiese geschafft. Oder zumindest halbwegs legal, vom Gesetz her! Das es moralisch nicht in Ordnung ist, darüber besteht kein Zweifel. Aber wie Bert Brecht damals so treffend sagte: „Erst Kommt das Fressen, dann die Moral“! Heißt nichts anderes, nur wer genug hat kann Moral predigen. Nur sind es meisten eben diese, welche ihre eigene Moral haben und ihren eigenen Gott anbeten, und der trägt den Namen Profit! Wir Menschen sollen klein und dumm gehalten werden, dann sind wir leichter zu regieren! Denn wer nichts weiß, der muss alles glauben.

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