Der Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh vor zehn Jahren in Polizeigewahrsam dient als Vorlage für den ARD-»Tatort«

Foto: NDR/Alexander Fischerkoesen

Er handelt vom afrikanischen Asylbewerber Oury Jalloh, der 2005 im Gewahrsam einer Polizeistation in Dessau verbrannt war. Obwohl der Vorwurf des Mordes durchs wachhabende Personal bis heute im Raum steht, wurde (nach zwischenzeitlichem Freispruch) einzig der Dienststellenleiter zu lachhaften 120 Tagessätzen wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Auf Initiative des NDR rückt dieser Skandal einer an Skandalen keineswegs armen Exekutive nun abermals ins kollektive Bewusstsein. Und er wird dort Spuren hinterlassen. Tiefe Spuren.

In »Tatort: Verbrannt«, der wegen seiner Strahlkraft vorab im Kino lief, verwischt wenig. Alles ist real und doch Fiktion, kein Fakt erfunden und doch jeder nur TV-Drehbuch. Braune Bullen, krimineller Korpsgeist, interkulturelle Sprachlosigkeit hat sich Stefan Kolditz zwar nur ausgemalt, aber sein Bild ist reiner Fotorealismus. Fernsehen das bewegt. Und verändert. Hoffentlich.

http://www.neues-deutschland.de/artikel/987211.wahrheit-und-dichtung.html

Heute, 20.15 Uhr in der ARD…Wiederholung 0.35 Uhr….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.