Desinformationskampagne auf Hochtouren: Neuer Propaganda-Anfall zum Jahrestag der Krim-Heimkehr

Je näher der Jahrestag der Wiedervereinigung der Krim mit Russland rückte, desto höher wurde der Propaganda-Spiegel in den Maistream-Medien.

© Kola

Mit sensationistischem Getue eröffnete Die Zeit den Propaganda-Marathon, als bereits vorab Ausschnitte aus dem neuen russischen Dokumentarfilm über die damaligen Vorgänge zugänglich wurden. Die Schreiberlinge verkündeten sogleich ihre Mords-Erkenntnis, Putin hatte die „Krim-Annexion“ schon viel früher geplant. Nicht nur dass eine solches Statement irreführenderweise Putin Begriffe in den Mund legt, die er so nie benutzen wurde und die höchstens in den deutschen Redaktionen unausweichliche Pflicht sind. Auch der Werthaltigkeit einer solchen „Sensation“ ist bei näherem Hinsehen äußerst zweifelhaft. In Wahrheit ging Putin in seiner Erzählung maximal bis zum 20. Februar zurück, als in Kiew dubiose (bis heute nicht geklärte) Schüsse sowohl auf Polizisten, als auch auf Demonstranten fielen und die Lage zu eskalieren drohte. Zur gleichen Zeit eskalierte sie auch auf der Krim, nachdem bei Korsun in der Zentralukraine mehrere Busse mit Krim-Bewohnern vom Rechten Sektor gestoppt, überfallen und angezündet wurden. Die Menschen wurden aus den Bussen gezerrt, erniedrigt, verprügelt und erschossen, es gab insgesamt 7 Tote und 20 Verschollene. Mit diesem Ereignis verband Putin seinen Befehl an die russischen Exekutivstrukturen, die Aufnahme der Krim zu Russland vorzubereiten. Zeitgleich betonte er im Film, dass die eigentliche Entscheidung bei den Krim-Bewohnern am Tag des Referendums lag. All das blendete die Zeit natürlich aus und konstruierte dabei ihr neues empörtes Hetzstück.

Auszug Quelle Sott.net

Ich halte nichts von dem Ausdruck Lügenpresse, das Wort ist mir zu sehr von Rechts abgegriffen. Ich nenne so was lieber Demokratievernichtungsmaschine.

0 Gedanken zu „Desinformationskampagne auf Hochtouren: Neuer Propaganda-Anfall zum Jahrestag der Krim-Heimkehr

  • Kaballah
    19. März 2015 um 20:06
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    Wie du es letztlich auch immer nennen magst Gim – die geistreichen deutschen Medien überbieten sich selbst – nur liegt das alles weitab vom Journalismus. Die haben das aber ganz sicher nicht nur aus reiner Liebe zu Schlagzeilen getan – dahinter steckt ein grundlegender Treiber…

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