Die Grünen als Biedermänner werden konservativ in ihren Ansichten.

Grüner Außenpolitiker kritisiert linke Abgeordnete

Wolfgang Gehrcke (Die Linke) im November 2015 im Bundestag in Berlin.

Stand: 21.11.2015 21:12

http://www.mz-web.de/politik/nach-reise-in-die-ukraine-gruener-aussenpolitiker-kritisiert-linke-abgeordnete,20642162,32476462.html

Es ist hierzu einiges anzumerken und zu diskutieren.

Die Kritik weist auf die Politik der Nichtanerkennung der geordneten Strukturen mit Zügen staatlicher Ordnung hin. Formal rechtlich kann sich der Grüne Omid Nouripour auf die fehlende Völkerrechtseigenschaft, nämlich ein Staat und damit ein Subjekt des Völkerrechts sein, hinweisen, Doch ist bereits seit einigen Jahren diese Betrachtung des Völkerrechts berstritten. Zum einen passt es nicht in einer globalisierten Welt ausschließlich nur mit Staaten als Subjekten agieren zu wollen. Zum anderen wurde die Globalisierungsidee ja gerade zum Umgehen der bereits vorhandenen Staatlichen Strukturem zum Auflösen derselben und dem Etablieren von Marktmächten als Akteuren ersonnen.

Der als humanitäre empfundene Akt der beiden Politiker Geld zu sammeln und direkt vor Ort an eine Krankenhauseinrichtung zu übergeben, scheint dem Abgeordneten Gehrcke nicht wesentlich genug zu sein, um die „Etikette das macht man/grüne nicht!“ zu überwinden und prakmatisch zu handeln. Stattdessen schaut er vor den realen Begleitgeschäften, Drogenhandel, Verkauf von ukrainischer Ausrüstung durch die Strukturen der Regierung in Kiew ebenso weg, wie beim Organ- und Menschenhandel. Statt sich über das Situationcenter der Bundeswehr bzw. ein solches für den Bundestag einzurichten und die Geschehnisse in der Ukraine in Echtzeitsatellitenbilder zu verfolgen, möchte dieser Abgeordnete an der Allianz der Kanzlerin mit Poroschenko und den eingegliederten Freiwilligen nebst deren NS-lastigem Handeln, einschließlich der Verbrechen gegen die Menschlichkeit festhalten.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Abgeordnete Omid Nouripour nicht zu häufig lacht, damit sein grüner Lack nicht wegblättert und seine neue Parteizugehörigkeit auf dem Rechten Rand der Politik publik wird. Oswald Metzger fände damit einen Nachzögling. Oder sind es die Interventionen der Konrad-Adenauer-Stiftung nebst privater Hintergründe? Ist doch die EDV-Abteilung des Bundestages oft besser als die eigene Fraktion über die tatsächlichen Aktivitäten der Abgeordenten wie bei Edati informiert. Ein Schelm, der Verschwörungen oder anderes mutmaßt in unserem Bundesstaat GmbH-Typus.

3 Gedanken zu „Die Grünen als Biedermänner werden konservativ in ihren Ansichten.

  • Kaballah
    22. November 2015 um 17:30
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    Aber Apo – die Grünen sind doch schon lange in großen Teilen konservativ unterwegs. Hier und da blitzt das auch auf, daran aber haben wir uns schon gewöhnen müssen! Sie bereiten sich ohnehin darauf vor im Zweifelsfall mit der Union zusammenzugehen wenn es mit der SPD alleine nicht geht – klingt im Moment zwar schwierig wegen der AfD Wählerentwicklung aber man weiß ja nie…

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  • thecharlie
    24. November 2015 um 14:21
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    Habe ich da etwas falsch gelesen? Der Grüne ist doch wohl Omid Nouripour. Wolfgang Gehrcke ist der angegriffene Politiker der Partei „Die Linke“.
    „Bundesstaat-GmbH“? Haben die Verschwörungstheorien auch bei den „Humanisten“ auf ganzer Front Einzug gehalten?

    Antwort
  • 24. November 2015 um 14:27
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    Vielen Dank für den Hinweis. Klar es ist Omid Nouripour mit dem grǘnen Lack. Sorry.

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