Die Kosten der Flüchtlingskrise in Perspektive gebracht

https://www.welt.de/politik/deutschland/article161565378/Fluechtlingskrise-kostet-Deutschland-jaehrlich-22-Milliarden-Euro.html

Bei dieser Aufstellung ist unbedingt zu beachten das die rund 7,1 Milliarden Euro zur Fluchtursachenbekämpfung als Humanitäre und Aufbauhilfe schon immer bezahlt wurde auch wenn nicht in der gleichen Höhe. Zu viele bedenken nicht das diese Summe aber nicht´s mit den Flüchtlingskosten im Inland zu tun haben.

Die übrigen Kosten sind angesichts der Flüchtlings zahlen und unseres Haushaltsüberschusses marginal. Obwohl wir einen zweistelligen Betrag an Schulden (circa 20 Milliarden) zurück gezahlt haben ist eine Rücklage von 5 Milliarden gebildet worden und die Kosten für die Flüchtlinge sind darin schon enthalten. 2018 ist die Summe die für Verteidigung anfällt grob doppelt so hoch. Genaues kann man dazu angesichts sinkender Flüchtlings zahlen noch nicht angeben, da auch keine neuen Kosten für den Bau neue Unterkünfte geplant sind. Bleibt die Situation wie derzeit könnte der Verteidigungshaushalt auch mehr als das Doppelte betragen.

https://www.focus.de/finanzen/videos/ifo-chef-sinn-warnt-jeder-fluechtling-kostet-deutschland-450-000-euro_id_5327945.html

Der Herr Sinn bezieht sich in obiger Aussage auf den Sputnik-Beitrag und tut so als würde dieser Behaupten dass sich jetzige Asylanten so schnell in den Arbeitsmarkt integrieren würden wie vorige Generationen, was der Autor allerdings in dem Artikel gar nicht annimmt – also ein sinn freier Kommentar, wahrscheinlich hat er sich den Artikel noch nicht mal durchgelesen…

O-Ton Prof. Bernd Raffelhüschen:

…“ Aber wenn man sich mal vorstellt, dass das nicht besonders hoch qualifizierte Menschen waren, die zum Teil auch gar nicht mehr so jung waren, dann muss man klar sehen, dass diese Menschen im Lebenszyklus bei weitem nicht das zahlen, was sie vom Sozialstaat in Deutschland an Leistungen erwarten. „…

Darf ich übrigens erwähnen das Sinn auch seit mittlerweile über zehn Jahre davor warnt dass der Euro zerfällt… und er hat vorgeschlagen das Deutschland sich umzäunt

Was der Artikel übrigens komplett nicht erwähnt ist die Zeitspanne für die diese Kosten angesetzt wurde – nämlich bis zum Tod, was also pro Person ca. 9000€ (tendenziell weniger) für den Sozialstaat pro Person und Jahr bedeuten würde, also in etwa so viel wie für Harz IV Empfänger.

 

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