Die Luxusflüchtlinge der Saudis – Flüchtling ist eben nicht gleich Flüchtling…

In Syrien und in den angrenzenden Flüchtlingslagern herrscht Torschlusspanik: Die Sorge vor einer Änderung der bisher grosszügigen Flüchtlingspolitik etwa Deutschlands und Schwedens hat die Zahl der Schutzsuchenden auf ein Rekordniveau steigen lassen. Das Gerücht geht um, Europa mache nun vielleicht doch die Grenzen dicht. Zudem steht der Winter vor der Tür, die Nächte werden kühler, schon bald fällt Schnee auf der Balkanroute.

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/die-luxusfluechtlinge-der-saudis/story/19469883

Wegen der in Saudi Arabien gelebten Praxis der Sharia gibt es eben weit weniger Flüchtlinge aus Syrien (oder auch anderen Kriegsregionen) gibt es weit weniger Asylsuchende.  Soweit die derzeitige Situation – so allerdings geht es den betuchten Flüchtlingen nicht: 

Das erste Diktatorenopfer des sogenannten Arabischen Frühlings war Zine al-Abidine Ben Ali, von 1987 bis 2011 autokratisch regierender Präsident von Tunesien. Nach seinem Sturz floh er nach Saudiarabien, und heute lebt er mit seiner Familie wohlversorgt in Jidda. Auch der aktuelle pakistanische Premier Nawaz Sharif war einst im saudischen Exil. Als einer der reichsten Männer Pakistans genoss er Flüchtlingsstatus. Zuletzt fand der jemenitische Staatschef Abd Rabbuh Mansur al-Hadi im Nachbarland einen luxuriösen Unterschlupf, während seine Landsleute in die kriegsgeplagte Heimat zurückgeschickt wurden.

Aber Hauptsache Saudi Arabien als Partner in Sachen Waffenexport zu hofieren – fast könnte man vermuten man möchte sich Saudi Arabien als „Rückzugsland“ offen halten sollte die Luft für die Regierung in Deutschland (oder auch der USA) mal dünner werden! Kritik jedenfalls an den herrschenden Praktiken dort ist aus den Reihen der deutschen Regierung nicht wirklich zu vernehmen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.