Die Strommarktliberalisierung der EU und ihre Folgen

Stromversorgung in der EU wird von Grosskonzernen dominiert

http://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2017/nr-11-9-mai-2017/strommarktliberalisierung-im-sinne-der-eu-gefaehrdet-die-souveraenitaet-und-die-direkte-demokratie.html

Seit 2015 herrschen in der EU (und damit auch in deren Anrainerstaaten) Regularien die es Großkonzernen erlauben den Markt zu beherrschen, auf etwaige kostendeckende und ökologisch sinnvolle Ausgestaltung wird keinerlei Wert gelegt, so darf zum Beispiel aus Deutschland der überschüssige Strom über Grenzen hinweg angeboten werden – wie wir wissen natürlich zu einem wesentlich günstigeren Tarif als in Deutschland selbst. Die Lieferung erfolgt natürlich im Mix – also egal ob Kohle oder erneuerbare Energie.

Die Berechnung in Deutschland für den deutschen Stromabnehmer garantiert schließlich den Gewinn auf den weder der Staat noch die Großkonzerne verzichten wollen.

Wer es nicht wissen sollte hier die Aufstellung der Zusammensetzung des Strompreises:

Steuern und Abgaben mit insgesamt rund 57 Prozent (Stromsteuer, Konzessionsabgaben an die Kommunen, Abgaben aus dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) und dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), der §19-NEV-Umlage (Netzentgeltverordnung) und nicht zu vergessen der Mehrwertsteuer

Produktion bzw. die Beschaffung des Stroms mit insgesamt rund 17,3 Prozent

Netznutzungsentgelte mit insgesamt rund 26,6 Prozent

Aber es geht eben nicht nur um den Strom:

Brüssel verlangt, dass ausländische Stromkonzerne im grenzüberschreitenden Wettbewerb den inländischen Gesellschaften gleichgestellt sein müssen. Das würde konkret bedeuten, dass ausländische Stromkonzerne ebenfalls Wasserrechtskonzessionen in den Bergkantonen erwerben könnten.

Unter dieser Prämisse werden Wasserrechte abgetreten und wen würde es tatsächlich wundern wenn dadurch nicht auch Wasser sich verteuern wird weil eben Großkonzerne sich die Rechte einkaufen – frei durch Brüssel so geregelt…

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