Doku: Akte D – Das Versagen der Nachkriegsjustiz

Screenshot aus der Doku

Video hier: http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/sendung672808_ipgctx-false_zc-171a0f60_zs-1638fa4e.html

Mehr als 500.000 Deutsche waren an den Verbrechen des NS-Regimes beteiligt und nur 1 Prozent aller überhaupt angeklagten Kriegsverbrecher wurden in Deutschland auch für ihre Taten verurteilt. Es stellt sich einem die Frage, wieso bekommt jemand in unserem Land für 28.000 Morde 5 Jahre Haft, während man für einen Mord 15 Jahre Haft antritt. Sarkastisch ausgedrückt, belohnt deutsche Justiz Massenmörder?!  Diese Doku beschäftigst sich mit der Frage was hat die deutsche Justiz seit dem Ende des 2 WK überhaupt getan und warum hat sie so viele Täter weder gefasst noch verurteilt?!

Siehe auch: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/tv-kritik-die-akte-d-helmut-schmidt-wollte-die-ns-dokumente-nicht-13204173.html

Auch ich bezweifle stark das das die folgenden „wörtlich von Roland Freisler (Präsident des  Volksgerichtshofes )stammenden Sätze heute überwunden sind (siehe: Befreiung des Strafrechts vom nationalsozialistischen Denken? (Fn. 1) – Prof. Dr. Gerhard Wolf [humboldt-forum-recht, PDF]), angesichts auch der aktuellen Lage zum Thema:  

„1. „Wir gehen nicht mehr vom Einzelnen aus“ (Kollektivismus)

2. „Das Recht ist in dauernder Entwicklung“ (Dynamismus)

3. „Recht ist, was … nützt“ (Teleologie)

4. „Ob die Entscheidungen der materiellen Gerechtigtkeit … entsprechen, ist viel wichtiger, als wer sie erläßt und wie sie zustandekommen“ (Rechtsstaatsfeindlichkeit)“

2 Gedanken zu „Doku: Akte D – Das Versagen der Nachkriegsjustiz

  • lausebengel
    27. Juli 2016 um 23:30
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    Netti, das liegt wahrscheinlich daran das vermutlich der von dir schon erwähnte Roland Freisler nur durch sein vorzeitiges Ableben daran gehindert wurde in der BRD später zum Präsidenten des Bundesgerichtshofes aufzusteigen. Seine Witwe konnte sich jedenfalls ständig steigender Pensionszahlungen erfreuen, so als wenn er wirklich die Leiter immer höher geklettert sei.
    Und dann lief ja auch noch ein Film gestern, “ Die Akte General „.
    Zwei Zitate des Fritz Bauer daraus:
    “ Wenn ich mein Dienstzimmer verlasse bin ich in Feindesland. “ und : “ Hätte der Eichmann – Prozess in Deutschland stattgefunden hätte er wohl mit einem Freispruch geendet. „

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  • Netti
    9. August 2016 um 18:11
    Permalink

    Lauserchen, nun ich weiß nicht ob er es wirklich zum Präsidenten des BGH geschafft hätte, seine Untaten waren doch schon sehr öffentlich und vor allem auf den Plakaten die an den Bäume vom NS System angebracht wurden zu lesen. Mit seiner Witwe nun ja, da hat man sich freilich mal wieder nicht so „Lumpen lassen“ wie bei den tatsächlichen Opfern. Aber das wundert ja wohl uns alle nicht mehr, der Boden auf dem die BRD aufgebaut, wurde halt von braunen Dreck nicht befreit zu sehr die Verstrickungen mit diesem Geiste der „neuzeitlichen „Politiker. Fritz Bauer ist für mich wirklich jemand der Respekt und Hochachtung verdient und einer der wenigen die zeigen das auch bei uns nicht alle Menschen verdorben bis ins Mark!

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