Drohungen im Stil von Paramilitärs in Venezuela aufgetaucht

Von Marta Andujo
amerika21
San Diego, Venezuela. In verschiedenen Teilen des venezolanischen Bundesstaates Táchira sind Flugzettel aufgetaucht, die Kleinhändler und im Bereich des Personentransports Arbeitende bedrohen, falls sie ihre Erwerbstätigkeit fortsetzen. Darin wird die Zerstörung geöffneter Geschäfte und eingesetzter Transportmittel angekündigt.

Die Urheber schreiben, dass sie nicht Teil der Opposition seien, bezeichnen sich zugleich als „eine Gruppe, die den Wandel für uns und auch für euch wollen“. Mit der Lähmung von Transport und Handel solle erreicht werden, dass „das Volk auf der Straße ist und die Jugend in ihrem Kampf für ein freies Land unterstützt“, so die anonymen Verfasser.

In Venezuela wird ein großer Teil des Personentransportes mit Motorradtaxis und Kleinbussen durchgeführt. Die Transportmittel sind meist privater Kleinbesitz.

Die Art der Drohungen lässt Beobachter von Ähnlichkeiten zum Vorgehen von Paramilitärs im benachbarten Kolumbien sprechen. Der Bundesstaat Táchira hat eine direkte Grenze zu Kolumbien. Hier üben kolumbianische Paramilitärs großen Einfluss im grenzüberschreitenden Schmuggel von Lebensmitteln, Benzin und Medikamenten aus.

Wie bereits während der Unruhen 2014 ist Táchira, neben der Hauptstadt Caracas, erneut ein Zentrum der gewaltsamen Proteste der rechten Opposition gegen die Regierung von Präsident Nicolás Maduro.

Interessant dieser Verweis darauf ja nicht mit der Opposition in Verbindung gebracht werden zu wollen, das klingt für mich wie ein Bekenntnis …

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