Ein Feuerring bis Mali

veröffentlicht auf www.german-foreign-policy.com, eigener Bericht

Geiselnahme in Mali wird von deutschen Militärs genuzt, um Öffentlichkeit auf einen
Bundeswehr-Kampfeinsatz im Norden des Landes vorzubereiten…Diese zeige, dass sich mittlerweile ein „Ring of Fire“ von Afghanistan über Jemen, Syrien und den Irak bis nach Afrika erstreckte …, so der
Vorsitzende des Deutschen Bundeswehr-Verbandes. ..

Der Vorsitzende des Reservistenverbandes, Roderich Kiesewetter (CDU), fordert den Einsatz deutscher Kampftruppen im Norden von Mali, … Es handle sich bei der für Anfang 2016 geplanten Intervention in Mali im Kern „um eine größere Operation, die sich nicht nur auf Mali beschränken kann“.

Weiterlesen…

Siehe auch: http://humanistenteam.de/ins-naechste-kriegsgebiet/

 

Bundeswehr in Mali „Deutschland muss seinen Beitrag leisten“, CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter im Interview mit Dirk Müller:

www.deutschlandfunk.de/bundeswehr-in-mali-deutschland-muss-seinen-beitrag-leisten

 

Bundesakademie für Sicherheitspolitik:
Arbeitspapier Sicherheitspolitik, Nr. 8/2015,Eine neue Qualität des Engagements Deutschlands erweiterter militärischer Einsatz in Nord-Mali„, von Michael Hanisch:

„Die Bundeswehr steht vor einer Ausweitung ihres Einsatzes in Mali. In Berlin werden dazu gerade die Weichen gestellt. Im Vergleich zu den bisher eher risikoärmeren Beteiligungen in Ausbildungs- und Beobachtermissionen, bedeutet die geplante Stationierung von Bundeswehrsoldaten im fragilen Norden des Landes unter robustem VN-Mandat eine neue Qualität – wenn nicht einen Wandel des militärischen Engagements Deutschlands in Afrika. Dieser ist vor allem Ausdruck des gestiegenen Verantwortungsbewusstseins in der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik und deren Schwerpunktbildung auf dem afrikanischen Kontinent.“

Oberstleutnant i.G. Michael Hanisch ist Referent an der Bundesakademie für Sicherheitspolitik in Berlin.

 

Ein Gedanke zu „Ein Feuerring bis Mali

  • 24. November 2015 um 10:43
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    Es ist Segen zugleich auch Fluch für Politiker der Bundesrepublik Deutschland, als Manager einer GmbH als Staatskonstrukt nur noch mit einer ungeliebten Verfassung umgehen zu müssen. Die Bindung der vollziehenden Gewalt an Recht und Gesetz nebst der Menschenwürde und Menschenrechte war weder den Eltern dieser Politikergeneration wichtig noch beim persönlichen Streben nach Macht und Reichtum förderlich. Versteht sich wie gering die Werte einer deutschen Demokratie Chancen im Inneren eines solchen Landes haben. Da sind Bürger und gar Staatsbürger die Fremdkörper im Handeln und Denken.
    Unter dem Vorwand einen größeren Beitrag auf der Weltbühne erbringen zu wollen, lassen sich gleich im Inneren der Republik die Möglichkeiten den Weg in die offene Diktatur zu öffnen etablieren. Die Umverteilungspolitik der CDU/CSU ist in der auf dem rechten Sektor angekommenen SPD längst als richtig und gut anerkannt. Die Messer der Gesellschaftlichen Rasenmäher sind mit SGB I-XII gut geschärft und immer formal juristisch korrekt und akkurat auf diese Umverteilung gerichtet.
    Wäre doch gelacht, wenn sich über die Außenpolitik nicht auch im Inneren der globale darwinistische Markt durchsetzen ließe.
    Weder die Menschen in Mali, noch die Bürger in Deutschland und schon gar nicht die Gestaltung zuträglicher Lebensbedingungen sind der Zweck der neuen Außenpolitik. So wie im Untertan beschrieben, die Spießbürger und Kleingeister feiern ihr neues Demokratieverständnis nebst Aktiendepot der Rüstungskonzerne als Altersabsicherung. Versteht sich auf diesem Polster fällt der Gang zur Spendengala oder in ein buddhistisches Kloster um vieles leichter. Der Handel mit dem Ablass ist der gleiche wie beim Hallschen Heiltum – weniger Höllenjahre für die „sündigen Kaufleute“ – bedeuten mehr Höllenjahre auf Erden für die Menschen in Afrika, Asien und auch wieder in Deutschland.

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