Ein Job reicht nicht zum Leben – mehr als 3 Millionen Multijobber in Deutschland

Deutschland geht es ja so gut…

Seit Einführung von H4 und der Aufweichung der Beschäftigungsprinzipien in Deutschland ist eines ganz deutlich zu erkennen – die Zahl der Multijobber steigt! Eine Reportage auf MDR – Exakt – beschäftigt sich mit dieser Situation. Fakt ist das die Anzahl der Menschen in den so genannten Mini- und Nebenjobs weiter steigt. Wohl dem der einen festen Job sein eigen nennen kann und nicht wie die 3,2 Millionen darauf angewiesen ist eine solchen anzunehmen. Die Steigerungsrate (2003: 1,25 Millionen, 2017: 3,2 Millionen) kann nicht darüber hinwegtäuschen wie es tatsächlich um den deutschen Arbeitsmarkt bestellt ist. Wo wird das noch hinführen wenn vor allem die Politik keine Antworten liefert – insbesondere auch nicht auf die zu erwartenden Änderungen wegen der steigenden Digitalisierung…

exakt | 24.01.2018

Wenn ein Job nicht zum Leben reicht

„Es geht nicht darum, Geringverdienern Arbeit wegzunehmen. Nur politisch sinnvoll wäre, wenn ein Arbeitnehmer wenig im Hauptjob verdient, dass er dann auch weniger Abgaben zahlen müsste. Anstatt Minijobs zu fördern, sollten wir dafür sorgen, dass in den ersten Jobs mehr verdient wird.“

https://www.mdr.de/investigativ/multijobber-hartz-iv-100.html

Die Politik alleine kann das natürlich nicht erreichen – es bedarf da schon eines gemeinsamen Vorgehens mit den Arbeitgebern. Ergo bedarf es eines gesellschaftlichen Wandels – den kann ich allerdings bei der Fortsetzung der Politik der Agenda 2010 und der GroKo nicht erkennen!

Ich kann weder bei der Union noch der SPD – vor allem nicht in deren Sondierungsergebnissen – erkennen wie diese das Problem angehen wollen, es scheint denen ja nicht einmal aufzufallen. Frust und Enttäuschung werden sich in Wut und Nationalismus wandeln – das alles gab es schon mal. Die Union und SPD haben nicht nur aus Gründen der Staatsräson die Aufgabe eine Regierung zu bilden (auch wenn das nur die Ausrede der SPD ist), sie haben verdammt noch mal auch die Pflicht sich um die Belange aller BürgerInnen zu kümmern!

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