EU-"Flüchtlingsgipfel" auf Malta – Polizeiprogramm Afrika

Das für den 11. und 12. November anberaumte Gipfeltreffen europäischer und afrikanischer Staats- und Regierungschefs in der maltesischen Hauptstadt Valletta wird sich vornehmlich mit der „Bekämpfung von Menschenschmuggel und -handel“ und der forcierten „Rückführung und Rückübernahme“ von Flüchtlingen durch die beteiligten afrikanischen Länder befassen.

Veröffentlicht auf: German Foreign Policy : Polizeiprogramm Afrika

BERLIN/BRUXELLES (Eigener Bericht) – Bei dem bevorstehenden EU-„Flüchtlingsgipfel“ in der maltesischen Hauptstadt Valletta setzt Deutschland auf eine weitere Verschärfung des gegen Migranten aus Afrika gerichteten Grenz- und Abschieberegimes. Zentrale Tagesordnungspunkte des für Mitte nächster Woche anberaumten Treffens europäischer und afrikanischer Staats- und Regierungschefs sind laut Bundesregierung die „Bekämpfung von Menschenschmuggel und -handel“ sowie die forcierte „Rückführung und Rückübernahme“ von Flüchtlingen durch die beteiligten afrikanischen Länder. Geplant ist insbesondere, Tunesien, Ägypten, Sudan, Mali und Niger durch eine verstärkte „polizeiliche Zusammenarbeit“ bei der „Überwachung und Kontrolle“ ihrer Landgrenzen und der wichtigsten Migrationsrouten zu „unterstützen“… weiterlesen
Veröffentlicht von: arte.tv : Afrika und die Flüchtlingskrise in Europa
Eine Milliarde Euro für Afrika − für die Rücknahme afrikanischer Migranten und Flüchtlinge! Ein Vorschlag, der auf dem EU-Flüchtlings-Gipfel im November in Malta zur Debatte steht. Politik mit dem Scheck-Heft? Was taugt diese Idee?
Dr. Asfa-Wossen Asserate:
„Mein Riesenproblem ist, dass wir bislang nur die Symptome der Migration behandelt haben und uns nie richtig die Frage gestellt haben: Was sind die Ursachen? Die mächtigsten Exporteure von Flüchtlingsströmen sind afrikanische Diktatoren.Das ist Hohn gegenüber der UN-Menschenrechtscharta von 1948, die alle afrikanischen Staaten unterzeichnet haben. Auf die pocht Europa in Afrika aber nicht nachdrücklich genug. Solange es keine neue europäische Afrikapolitik gibt, werden wir diesen EXODUS auf Afrika nicht stoppen können. Die Afrikaner werden weiterhin mit den Füßen abstimmen.“
 Quelle Beitragsbild: Screenshot arte.tv

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