Europa gegen Glyphosat: Das wird Monsanto ärgern

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Europa gegen Monsanto. Kein Glyphosat in Lebensmitteln!

Liebe Campact-Aktive,

bei fast jedem zweiten Europäer werden Ackergifte im Urin gefunden. Nach einer ersten wissenschaftlichen Untersuchung findet sich das Monsanto-Gift Glyphosat auch in Muttermilch. [1] Unabhängige Krebsforscher der Weltgesundheitsorganisation WHO stufen es als wahrscheinlich krebserregend ein. [2] Das ist die zweithöchste Gefahrenstufe, die die WHO vergeben kann.

Vor wenigen Tagen hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) dennoch den Unkrautvernichter nicht als krebserregend eingestuft. [3] Anders als die WHO stützt sich die Behörde aber größtenteils auf geheime Studien von Herstellerfirmen.

Jetzt entscheidet die EU-Kommission, ob sie Glyphosat verbieten will. Dabei kommt es auf uns Bürgerinnen und Bürger an: Wir müssen deutlich machen, dass wir dieses Ackergift nicht wollen. Wenn die Kommission in Kürze mit den Mitgliedsstaaten über Glyphosat berät, darf unsere Stimme nicht fehlen. Wir werden direkt vor dem Treffen unseren Appell an den zuständigen EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis überreichen.

Die WHO bedient sich für ihre Gefahreneinschätzung ausschließlich öffentlich zugänglicher Studien von verschiedenen unabhängigen Forschungsinstituten. Die EFSA hingegen greift auch auf geheime Studien von Herstellerfirmen zurück. Sie stützt sich vor allem auf das Bundesinstitut für Risikoforschung. Dort sitzen Vertreter von Bayer und BASF in der Kommission für Pflanzenschutzmittel. Beide Unternehmen stellen das Ackergift her. [4]

Bereits am 10. Dezember, also in wenigen Tagen, diskutieren EU-Kommission und Mitgliedstaaten über Glyphosat. Bald darauf wird die Kommission einen Vorschlag vorstellen und den Mitgliedsstaaten zur Abstimmung vorlegen. Jetzt ist also die Europäische Kommission am Zug: Sie kann sich für unsere Gesundheit entscheiden und ein Verbot von Glyphosat fordern oder der Lobbyarbeit von Bayer und BASF nachgeben und Glyphosat für weitere zehn Jahre freigeben. Wir wollen direkt am Anfang gehört werden, nicht erst, wenn es zu spät ist.

Sobald der Vorschlag der Kommission vorliegt, stimmen die Mitgliedsländer ab. Normalerweise interessiert sich niemand für eine solche Sitzung eines Unterausschusses der ständigen Vertreter in Brüssel. Doch diesmal machen wir vorher Druck auf die Regierungen! Schweden ist schon auf unserer Seite, und wenn wir in möglichst vielen Ländern der EU laut werden, können wir es schaffen und Glyphosat vom Tisch bringen.

Verhindern Sie Ackergifte
– unterzeichnen Sie hier den WeMove-Appell

Wir haben nur einmal in zehn Jahren die Chance, das Totalherbizid Glyphosat zu stoppen. Totalherbizid bedeutet, dass das Gift alle Pflanzen abtötet – Nutz- und Wildpflanzen. Das einzige, was noch wächst: gentechnisch manipuliertes Saatgut, das gegen Glyphosat resistent gemacht wurde. Für die Artenvielfalt ist Glyphosat ein wahrer Allesvernichter.

Bayer, BASF und Monsanto machen riesige Profite mit ihrem Ackergift. Mit viel Geld und etlichen Lobbyisten verschaffen sie sich Gehör. Nun müssen auch wir unüberhörbar werden. Und unsere Chancen stehen gut: Eine Reihe europäischer Länder, darunter Holland, Dänemark, Schweden [5] und Frankreich [6], haben Schritte unternommen, um Glyphosat zu begrenzen. Schweden hat sich sogar öffentlich gegen die Verharmlosung der EFSA gestellt.

Wir bleiben gemeinsam mit Ihnen am Ball. – Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Jörg Rohwedder (Lübeck)
Mika Leandro (Bordeaux)
Olga Vuković (Rom)
Virginia López Calvo (Madrid)
Oliver Moldenhauer (Berlin)

 

www.campact.de

 

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