FAKE- NEWS: Russland Bashing bei n-tv strotzt vor dreisten Lügen

Macron schließt russische Medien aus, aber Russland führt Medienkrieg
http://mobil.n-tv.de/politik/Russlands-Medienkrieg-gegen-Macron-article19813378.html
Schema des Beitrags:
Zuerst Schockmeldungen verbreiten, und dann versuchen, diese zu belegen. Was nicht gelingt:

1.)
So veröffentlichte „Sputnik“ im Februar einen Bericht (n-tv verlinkt hier auf den original Artikel auf Sputnik.
https://sputniknews.com/analysis/201702041050340451-macron-us-agent-dhuicq/
) über Macron, in dem suggeriert wird, der 39-Jährige sei ein Spion im Auftrag der Vereinigten Staaten, der allein im Interesse des US-Finanzmarktes handele.
Ich hab mir mal die Mühe gemacht und den verlinkten Sputnikbericht gelesen… Eine Stelle, die andeutet, Macron wäre ein US-Spion gibt es nicht. In der Überschrift des Artikels steht aber Macron could be „US Agent“. US Agent steht hier in Anführungszeichen, was hier eine ironische Hervorhebung darstellt. Außerdem muss Agent hier im Kontext als (US-)Beauftragter übersetzt werden (Agent bedeutet im Englischen nicht nur Spion). Dazu sind die n-tv Redakteure entweder zu doof oder haben es auf Anweisung als Spion übersetzt.
Gefunden habe ich die Meldung, das französische Medien berichten, dass Macron Interessen der US Finanzbranche vertreten könnte.
Der Sputnik Artikel meldet unter anderem auch, dass Macron in den französischen Medien öffentlich dementiert hat, dass er heimlich schwul sei.
Fazit: Der Sputnikartikel berichtet einfach darüber, was gewisse französische Medien berichten. D.h. die angesprochenen Suggestionen, gab es zuerst in den franz. Medien.
2.)
Ein anderer Artikel beschreibt angebliche „geheimnisvolle bzw. fragwürdige Stellen“ im Lebenslauf des ehemaligen Investmentbankers – und unterstellt indirekt, sein Wahlkampf werde von den USA, Katar und Saudi Arabien finanziert. Quellen werden nicht genannt. Selbst seiner Ehe mit der 24 Jahre älteren Brigitte Trogneux wird ein „Geschmäckle“ angedichtet.
n-tv verlinkt auch hier:
https://de.sputniknews.com/zeitungen/20170206314412837-karriere-von-emmanuel-macron/
Analyse:
„geheimnisvolle bzw. fragwürdige Stellen“
Sputnik schreibt dazu:
So ist völlig unklar, wie der damalige Ministerpräsident Manuel Valls ihm den Posten des Wirtschaftsministers anvertrauen konnte, obwohl er keinerlei Erfahrungen auf einem gewählten Posten (beispielsweise als Abgeordneter) hatte. Oder warum Präsident Francois Hollande, der immer sehr aufmerksam auf seine Umgebung aus der Sozialistischen Partei achtet, „übersehen“ konnte, dass Macron im Laufe vieler Jahre nur rein formell Parteimitglied war und nicht einmal die Mitgliedsbeiträge zahlte.
Was n-tv nicht erwähnt, was aber auch im Sputnik Artikel steht:
Später nannte Hollande Macron „einen Verräter“ und zieht es inzwischen vor, seinen früheren Minister in der Öffentlichkeit gar nicht zu erwähnen.
Alain Juppé bezeichnete Macron als „einen politischen Titelbetrüger“.
n-tv wieder:
… _ (Anm.: Sputnik (aka „Russland“)) unterstellt indirekt, sein Wahlkampf werde von den USA, Katar und Saudi Arabien finanziert. Quellen werden nicht genannt.
Alles gelogen. Nicht mal indirekt wird das Macron unterstellt. Und es ist eine Quelle, die selbst nicht genannt werden möchte. Aber das kennen wir ja von Quellen aus NATO Ländern.
Hier die Passage wo Sputnik Macrons Ehe ein Geschmäckle andichtet:
Über Macron wird in Paris auch generell viel geredet. Eines der Themen ist seine Ehe mit seiner ehemaligen Schullehrerin, die 24 Jahre älter ist als er.
Wow, voll krass dieser Sputnik…
3.)
Macron als Ziel russischer Hacker
Erst am Dienstag war bekannt geworden, dass Macrons Bewegung „En Marche!“ zum Ziel von Hackern geworden ist – und der Angriff direkt aus Russland kam.
n-tvs eigener „Beweis“:
Den Hackern wird eine Verbindung zum russischen Militärgeheimdienst GRU nachgesagt. Auf dieselbe Weise sollen (Anm.: russische??) Hacker auch im Fall von US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und ihrer E-Mailaffäre vorgegangen sein.
4.)
Der „Beweis“ für Russlands (Putin©)Medienkrieg:
Für Furore sorgte allerdings der russische Sender LifeNews, der ein Bild vom Treffen auf Twitter teilte und es mit der Schlagzeile „Moskau wird Le Pen helfen, Wahl zu gewinnen“ betitelte. Der Tweet wurde wenig später wieder gelöscht.
5.)
n-tv tags zu diesem Artikel:
Präsidentschaftswahl in Frankreich 2017, Emmanuel Macron, Wladimir Putin??, Marine Le Pen, Hacker, Cyberkriminalität, Medien, Pressefreiheit

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