Fake News und Populismus deutscher Politiker, nach „Ossi“ und „Wessi“ nun „Nafri“

Der Begriff Nafri ist dem Landtag NRW seit gut einem Jahr fraktionsübergreifend geläufig, siehe Drucksache 16/10798 v. 19.01.2016. Das genannte Dokument erwähnt auf Seite 3 ; 8 und 11 ein „Auswerte- und Analyseprojekt ‚Nordafrikaner‘ (NAFRI)“.
Das Dokument ist ein Antrag der Fraktionen der SPD, CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses wegen der Sylvestergeschehnisse in Köln..
Die nun von Simone Peter ,Ex-Pirat Christopher Lauer und CO geäußerte Kritik zur Abkürzung Nafri ist daher als Fake News einzuordnen oder ist blanker Populismus.

Aber egal wie, den Rassismus in seinem Lauf hält offensichtlich weder Ochs noch Esel auf und sarkastisch könnte man schreiben: Wer sich über den Niedergang des Musikantenstadl’s grämt, sollte sich mit dem Diskriminantenstadl anfreunden. Da gibt es zwar keine festen Sendetermine, aber tagtäglich kurze Clips, mit schnurrigen Hackbrettvirtuosen, pausbackigen Fanfarenbläsern und ungemein schmelzenden Vokalist_+/~Innen, die nicht müde werden aus den Schatzkammern ihrer Herzens einen Diskriminierungstatbestand nach dem anderen in die Welt zu setzen und damit einen hinreichenden Beitrag zum Fortbestand der akustischen Umweltverschmutzung zu leisten. Herrschaftszeiten!

Bei der jetzigen Geschwindigkeit des Wachstums von Diskriminierungstatbeständen wird es gar nicht mehr lange dauern, bis es nach den Negern und den Nordafrikanern auch keine „Menschen“ mehr geben darf, weil dadurch alle höheren Säugetiere diskriminiert werden (PETA, ick hör dir trappsen!), und wenn das durch ist, muss der Unterschied zwischen Lebewesen und toter Materie aufgehoben werden. Die einzigen Sätze, die dann noch gesagt werden können, lauten: „Es ist.“
Schon ein „Es ist so!“ wäre diskriminierend, weil ein „so“ ja auch ein „anders“ voraussetzt, was wiederum auf eine so hinterhältig infame Weise derart diskrimierend wäre, dass der Diskriminierungs-Schnellrichter unmittelbar eingreifen und den Missetäter zu lebenslänglichem Schweigen in Wort, Schrift und Bild verurteilen müsste.
Es geht doch schon längst nicht mehr um Diskriminierung. Es geht um die Durchsetzung von Denkverboten durch Sprachentzug – und weil Denken oft weh tut, ist die Freude bei vielen groß, sich dieser schmerzhaften Aktivität dank staatlicher Fürsorge ein ums andere Mal noch eleganter entziehen zu können.

Nein, ganz bestimmt, es ist nicht wahr, dass die Polizei an Silvester 2016 speziell ein ganzes anrückendes Regiment Nordafrikaner besonders beobachtet hat. Nordafrikaner gibt es schließlich gar nicht. Es gibt auch keine Polizei. Es gibt noch nicht einmal mehr Grüne, obwohl die es noch nicht gespannt haben. Es gibt nur noch „es“, und „es“ kann nur noch „sein“ und das war’s dann….

Verhaltensforscher stöhnen lustvoll-schmerzhaft auf, könnten sie anhand der differenzierten Laut- und Gestensprache der Perlhühner nun endlich nachweisen, dass diese den Menschen an Intelligenz haushoch überlegen sind, leider steht ihnen jedoch dafür keine hinreichende sprachliche Ausdrucksmöglichkeit mehr zur Verfügung. Außer eben: „Es ist.“

In diesem Sinne: Ein schönes, immer wieder sprachlos machendes, neues Jahr!

 

 

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