Film über den jüdischen Kardinal Jean-Marie Lustiger

Foto: https://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Marie_Lustiger

Anmerkung: Mich wundert nun nicht das die römisch katholische Kirche diesen Film versucht so zu boykottieren und verschiedenem Mainstream zerreißen zu lassen…

Inhalt:

Der vom Judentum konvertierte Priester Jean-Marie Lustiger ließ sich mit 14 Jahren katholisch taufen und war eine wandelnde Provokation für beide Religionen wie man dem Film entnehmen kann. Kaum zu fassen aber er wurde erst Priester, später tatsächlich der Erzbischof von Paris und dann Kardinal und ein Berater Papsts Johannes Pauls II. 

Und genau darum sollte man sich den Film auch anschauen, denn er geht vor allem um Auschwitz. Richtig gehört in diesem Film wird so offen wie sonst nie, dargestellt wie in Polen der krasse Katholizismus dazu führte das auch nach Ende des 2 WK man den Holocaust versuchte zu verdrängen und nur den eigenen Widerstand hervorheben.

Als 50 Jahre nach der Schoa (Holocaust) ein Kloster im sogenannten »Theater« von Auschwitz ( Gebäude in kirchlichem Besitz), wo auch die jüdischen Kinder vor den SS-Männern spielten die sie Tage darauf alle in die Gaskammern verbringen ließen -eingerichtet wird, erregte dies nicht nur in der jüdischen Welt logischer Weise gewaltige Protest und Empörung aus. 

Lustiger der sich erst rauszuhalten versucht aber dann sogar von katholischen Würdenträgern aufgefordert wird gegen dieses gebaren etwas zu unternehmen ist somit gezwungen  Stellung beziehen, auch gegen seinen Freund und Förderer den man den „Papst Johannes Paul II.“ nennt.

Der Film zeigt erstaunlich offen wie der Pole Karol Józef Wojtyła auch noch als Papst bereit ist,  für seine eigenen politischen Vorstellungen /Ziele einen Flächenbrand in Polen des Antisemitismus durch diesen Konflikt in Kauf zu nehmen und vor allem,  die Gedenkstätte  Auschwitz als Werkzeug seiner „Ideale“ der Welt missbrauchte!  Erst als er seine politischen Ziele erreicht sieht, gab er die Anweisung das die polnischen Nonnen ihre „Besetzung von Auschwitz aufzugeben hätten, somit der Vertrag zwischen der jüdischen Religionsgemeinschaft und katholischen auch endlich eingehalten!  Man muss den Film gesehen haben zu dem was damals im Rahmen der katholischen Kirche geschah um das ganze Ausmaß an Machtbesessenheit und Ignoranz eines Papstes ala  Johannes Paul II zu verstehen. Schon allein deshalb ist seine „Heiligsprechung“ durch Menschen für mich mal wieder ein Symbol dafür wie Menschen doch „fehlen“ können oder besser, in ihrem Größenwahn falsche Märtyrer erschaffen.

Ach ja, ich möchte noch sagen, dieser Herr Karol J. Wojtyła wird sich bei seiner Begegnung mit Gott wohl sehr gewundert haben das dieser nicht solch Fan von ihm wie diverse Menschen. Denn mit seinen Handlungen um Auschwitz allein schon, hat er alles über Bord geworfen was Gott den Menschen aufgegeben hat, wie zu handeln sein in seinem Namen.

Gute Doku zum Thema allgemein:

Widerstand – Kampf gegen Hitler, Teil 3: Gott und die Nazis

 

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