Frankreich: Die EU hofft auf Emmanuel Macron aber bietet er eine gute Lösung der Probleme ?

Die Wahlbeteiligung lag bei rund 80 Prozent und viele waren geschockt das  Frau Le Pen fast acht Millionen Stimmen für sich gewann. Also 21,53% und der (Neo) Liberale Macrons 23,75%.

Nun hofft das politische Europa natürlich auf einen Wahlerfolg von Emmanuel Macron. Auffallend, viele „Leitmedien“ stilisieren den ehemalige Wirtschaftsinister Macron zum „Polit-Jungstar“ und er selber tönt nun auch er wolle mit einem System brechen, „das unfähig ist, auf Probleme zu reagieren“,Populismus pur angesichts seiner Vita.

Er vergisst und andere vergessen nun zu erwähnen, dass er ja als Minister Wirtschaftsminister unter Präsident François Hollande ( August 2014 bis August 2016 ) sehr neo liberal darauf „reagierte“ und es dann zu dermaßen großen Protesten kam. Woraufhin er lieber seinen Rücktritt einreichte, bevor er seines Amtes enthoben (Androhung des Präsidenten da  52 % der Franzosen im Juni 2016 gegen ihn waren). Ein ehemaliger Investmentbanker von Rothschild (gab diesen Posten auf um erst einmal Hollandes Berater für Wirtschafts- und Finanzpolitik zu werden) will nun also verstanden haben was er als Minister nicht verstand?!

Marcon hat sich bis  jetzt nur mit politischen unternehmerfreundlicheren Aktivitäten hervorgetan, siehe u.a. sein Reformpaket (Pacte de Responsabilité et Solidarité)!  Das unter anderem mit Steuererleichterungen für Unternehmen in Höhe von 30 bis 40 Milliarden Euro innerhalb dreier Jahre „gesegnet“war und vielen anderen „Geschenken“ die die Arbeiterschaft nicht beglückte das sie die Kosten tragen sollten. Er ermöglichte auch den Verkauf von SFR (Mobilfunk) an Patrick Drahi! Und als eine seiner Auseinandersetzung mit demonstrierenden Gewerkschaftern im Mai 2016 gefilmt war er bei  Mitgliedern der Gewerkschaften und der Präsident des François Hollande unbeliebt wie bei uns die FDP! Ach ja, und mit den Steuern scheint er nicht nur Unternehmen einen Gefallen tun zu wollen, er selber geriet auch in die Schlagzeilen als Minister wegen Problemen mit der Steuerbehörde….

Schon interessant wen die politischen Eliten der EU als Präsidenten Frankreichs gerne hätten und kein Wunder das er so knapp vor Le Pen lag, alle Menschen leiden auch in Frankreich nicht unter einem Kurzzeitgedächtnis!

Insofern erscheint die kritische Betrachtung einer Frau Wagenknecht ob dieser Person doch sehr berechtigt: http://www.tagesspiegel.de/politik/reaktionen-zur-wahl-in-frankreich-frankreich-darf-nicht-von-einer-gaunerin-regiert-werden/19706900.html

Noch etwas am „Rande“:  N24 und andere tönen : „Antifaschisten randalieren in Paris“   bei Euironews und Co hingegen heißt es: “ Demonstranten“ und wird erwähnt das diese auch gegen Macron demonstrieren, man darf sich fragen  wieso nun ein „schwarzer Block“ oder gar „Antifaschisten“ gegen Macron demonstrieren sollten. Der Populismus und Wählerbeeinflussung schon im Vorab der BT Wahl in Deutschland  aus gewissen Medienkreisen ist nicht zu übersehen…

 

 

3 Gedanken zu „Frankreich: Die EU hofft auf Emmanuel Macron aber bietet er eine gute Lösung der Probleme ?

  • JapNutzer
    25. April 2017 um 09:22
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    Ist euch schon aufgefallen das Macron wie eine Soros Farbrevolution daherkommt? Er ist ein neo liberaler Banker, der auf Graswurzelbewegungen bei der nachwachsenden Generation setzt und sein Ding „Der Marsch“ nennt . Die elitären Medien umgöttern ihn und nennen ihn Sozi und einziger Demokrat und er ist radikal anti russisch positioniert und sperrt russische Medien aus. Demokraten machen ja Heutzutage sowas! Er verspricht Allen alles: „Und tatsächlich zeigt Macron verschiedene Gesichter. Mal spricht er vor den Unternehmerverbänden von der „Befreiung“ der Wirtschaft von staatlicher Bürokratie und starren Arbeitsregelungen und tritt dann wieder, vor Arbeitnehmern, vehement für die Beibehaltung ihrer elementaren Rechte ein.“
    http://www.deutschlandfunk.de/macron-oder-le-pen-das-duell-der-antipoden.724.de.html?dram:article_id=384530 Sehr guter Artikel übrigens ausgerechnet von der Springer-Presse dazu:
    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article163960482/Wirklich-eine-wutbuergerliche-antipolitische-Wahl.htm Macron hat keine Hausmacht im Parlament, das wird sich auch im Juni nicht ändern. Er wird ein noch schwächerer Präsident werden als Hollande und wenn er seine Ziele durchsetzt wird Le Pen die nächsten Wahlen gewinnen! Ich persönlich glaube, der steht noch nicht einmal die ganze Amtszeit durch, die Franzosen gehen auch schnell mal auf die Barrikaden.
    Man muss festhalten: insgesamt eine Katastrophe für Frankreich und vor allem auch Europa. Und seine Russland feindlichen Einstellung können einem wirklich Angst machen!

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  • lausebengel
    25. April 2017 um 09:30
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    Ich kann Frau Wagenknecht nur zustimmen. Unsere Eliten freuen sich nicht umsonst, der Dax erzielte neue Rekorde….
    Dieser “ unabhängige “ Kandidat Macron möchte Frankreichs Gesellschaft ja “ modernisieren „. Worum es dabei geht wurde in deutschen Medien auch angesprochen, natürlich haben die Franzosen eine viel zu kurze Wochenarbeitszeit, gehen zu früh in Rente etc.
    Macron wird es schon richten….
    Ich befürchte das jetzt zwischen Pest und Cholera gewählt wird, das eine bekommen die Franzosen jetzt, das andere dann 2022…

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  • JapNutzer
    25. April 2017 um 12:07
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    Ich finde diese Meinung auf unseren Beitrag hat es gut auf den Punkt gebracht:
    Fritz Carstensen
    Nun, das ist so wie in der Landwirtschaft. Wenn ich in einen Haufen Dung springen soll, und mir nur Kuhdung und Schweinedung zur freien Wahl angeboten wird, dann habe ich keine Wahl. Beide Sorten riechen extrem stark.
    Denn die einzige wählbare Option, Jean-Luc Mélenchon ist aus dem Rennen.

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