Freihandelsabkommen EU-Mercosur: Das nächste, geheim verhandelte Handelsabkommen der EU steht vor der Tür

…“Das Mercosur-Abkommen taucht bislang so gut wie nicht in unserer Hochleistungspresse auf, obwohl es die gleichen negativen Folgen haben wird wie die “großen Abkommen” TTIP und CETA. Erneut ein staatlicher Angriff auf Schutzstandards und demokratische Prinzipien – zulasten der Menschen in Südamerika und Europa, zu Gunsten einer kleinen Clique an Nutznießern aus Wirtschaft und Politik“…   https://www.konjunktion.info/2018/02/mercosur-abkommen-das-naechste-geheim-verhandelte-handelsabkommen-der-eu-steht-vor-der-tuer/

Hier mal der Bericht über die 30-zigste Verhandlungsrunde:  http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2017/november/tradoc_156408.pdf

Nachdem TTIP erst mal auf Eis liegt macht die EU natürlich weiter, man will nun mit Südamerika was ähnliches tun und das ganze ist auch schon recht weit verhandelt! Die fehlende Berichterstattung dazu erinnert mich daran das CETA  während des G20 vorübergehend in Kraft gesetzt wurde und was für ein unglücklicher Zufall, dass die Medien das übersehen haben weil irgendwo Autos gebrannt haben. Gerade kommt sehr passend das die meisten Menschen auf die Diskussionen rund um die GroKo sehen.

Die Bestrebungen der EU Fluchtursachen zu schaffen und andere Länder noch mehr in die Armut zu treiben ist direkt schon abartig zu nennen und Venezuela eines der Länder die am meisten dagegen aufbegehren, ist erst mal aus Mercosur Zollgemeinschaft „suspendiert“ worden.

Siehe auch: Samuel Pinheiro Guimarães aus Brasilien warnt vor den Folgen eines Freihandelsabommens mit der EU für das Regionalbündnis

Was man dazu wissen muss obigen Inhalt noch wissen muss:

…“Auch wurden die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen des Mercosur4 mit der Europäischen Union nicht wie von Temer und Macri geplant abgeschlossen, sondern auf 2018 verschoben. Trotzdem ist es aufgrund der Flexibilität beider Blöcke in der politischen und technischen Verhandlung der Zölle sehr wahrscheinlich, dass im ersten Halbjahr eine Vereinbarung erreicht wird. Diese dürfte die Zölle auf europäische Produkte um 90 Prozent senken und die Produzenten des Cono Sur dazu zwingen, sich an die Ursprungskennzeichnungen und Patente anzupassen. Das sind heikle Themen für die Region, denn, das zeigen die von einigen Ländern mit der EU und den USA geschlossenen Verträge, die technischen und politischen Bedingungen der Freihandels-Klauseln kommen den Anforderungen der Europäer oder Nordamerikaner entgegen, während diese im Gegenzug lediglich Aussichten auf Zugang zu ihren Märkten anbieten und gleichzeitig die Subventionen auf ihre Produkte und die günstigen Bedingungen für ihre Unternehmen beibehalten. Sie kontrollieren die Patente und Ursprungskennzeichnungen vieler Produkte und Bereiche, wie unter anderem die Milch, die Weine, die Medikamente. Das wird viele Hersteller mit Exporterwartungen, welche die durch die anspruchsvollen Bedingungen der Verträge geschaffenen Beschränkungen nicht vorhersehen, enttäuschen. Die Debatte ist eröffnet und da der Wahlkampf in Brasilien, Paraguay und Argentinien beginnt, wird sich großer Widerstand gegen die Anpassung und die ungleiche Öffnung der Märkte artikulieren; noch gibt es Spielräume für die Diskussion der Verteidiger der nationalen Produktion über ihre Ansichten zum Freihandelsabkommen.“…

https://amerika21.de/analyse/194211/wto-konservative-weltordnung

 

 

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