G20 Fahndung – ein Erfolg der Polizeiarbeit

Wer hätte gedacht dass die eingeleitete Fahndung per Bildmaterial zu so einem Erfolg führen konnten:

Jetzt wurde bekannt, dass einer der mutmasslichen Täter ausgerechnet aus den eigenen Reihen der Polizei stammt. Bei dem Mann soll es sich um einen 35-jährigen Polizisten aus Bayern handeln, wie die «Hamburger Morgenpost» berichtet. Er konnte aufgrund des vorhandenen Bildmaterials identifiziert werden.

https://www.blick.ch/news/ausland/bei-den-g20-krawallen-stand-er-auf-der-falschen-seite-chaos-cop-35-bewarf-kollegen-mit-bierdosen-id7838655.html

Polizist bewarf Kollegen mit Bierdose

Nach der Tat flüchtete er von der G20-Demo

https://www.mopo.de/hamburg/g20/polizist-bewarf-kollegen-mit-bierdose-nach-der-tat-fluechtete-er-von-der-g20-demo-29474318

War da nicht immer die Rede von militanten Linken die bei dieser Demonstration „Welcome to Hell“ alleinig für Chaos und Gewalt verantwortlich waren? Wenn nun aber Polizisten auf Polizisten Bierdosen werfen (und nicht einmal treffen) wie soll denn das genannt werden? So ganz nebenbei ist es auch merkwürdig warum eine so genannte polizeiinterne Fahndung geführt werden musste – welchen Anlass gibt es wohl dazu?! Warum wurde denn nicht bei der öffentlichen Fahndung das vorhandene Bildmaterial verwendet?! Kann es sein das es noch mehrere solcher Fälle gibt?! War der Polizist aus Bayern etwa sauer das seine Kollegen sich austoben durften während er Urlaub machen musste? Eine profunde Erklärung dürfen wir eher nicht erwarten…

Gespannt sein dürfen wir auch auf die zu erwartende Bestrafung – suspendiert wurde der Polizist zwar schon allerdings haben Hamburger Richter im Moment einen gewissen Hang zur Ausreizung möglicher Strafen. Ich habe im Strafgesetzbuch jedoch noch keinen Passus gefunden wo das Bewerfen unter Kollegen speziell ausgewiesen wurde. Was könnte denn dem bayerischen Polizisten drohen?

G20: Dreieinhalb Jahre Haft für Flaschenwurf

Das Schöffengericht habe sogar überlegt, ob der beim Amtsgericht maximal zulässige Strafrahmen von vier Jahren überhaupt noch ausreiche.

Richter Krieten hatte bereits im ersten G20-Verfahren für Aufsehen gesorgt, als er einen Mann wegen zweier Flaschenwürfe zu zwei Jahren und sieben Monaten Haft verurteilte.

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/G20-Dreieinhalb-Jahre-Haft-fuer-Flaschenwurf,urteil496.html

Wir dürfen also gespannt sein …

 

2 Gedanken zu „G20 Fahndung – ein Erfolg der Polizeiarbeit

  • lausebengel
    14. Januar 2018 um 02:34
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    Pragmatiker, da ist er doch nicht der erste Polizist der so ausfällt…..ich kann mich erinnern das da schon einmal ein Bundespolizist auf der Heimfahrt von einem Kollegen festgenommen wurde, der hatte bei einer Demo in Berlin eine Bierflasche auf Kollegen geworfen……
    Ob er nun auch wegen Mordversuches angeklagt wurde wie für “ linke “ Demonstranten von einer gewissen “ Zeitung “ mal verlangt wurde ist mir aber nicht bekannt…..genauer gesagt habe ich nie wieder etwas von diesem Fall gehört oder gelesen.
    Aber da fällt mir gerade noch etwas ein….irgendwo habe ich mal etwas von “ Agent Provokateur “ oder so ähnlich gelesen….so etwas sollen schon die alten Römer gekannt haben….

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    • Pragmatiker
      14. Januar 2018 um 18:46
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      Hi Lauser, möglich das es ja „(Urlaubs-) Angebote“ innerhalb der Polizei gegeben hat – eventuell ist aber auch nur rein „versehentlich“ die Sache durchgesickert…
      Und es wird ganz sicher kein Einzelfall gewesen sein – gehört eventuell ja auch zur polizeitaktischen Aus- und Weiterbildung dazu ;-)

      Antwort

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