Gazprom liefert ab 2018 nicht mehr über die Ukraine

Europa muss Erdgas in Zukunft durch die Türkei importieren – Gazprom liefert ab 2018 nicht mehr über die Ukraine

Russlands Energieriese Gazprom will den Transit über die Ukraine stoppen. Lieferungen soll es künftig nur noch über die Türkei geben. Europa müsse in wenigen Jahren die Infrastruktur dafür schaffen.
Die EU hat noch keine konkrete Antwort auf die Ankündigung aus Russland, mittelfristig kein Gas mehr durch die Ukraine in die EU leiten zu wollen.“

Europa steht in der Verantwortung

Gazprom-Chef Alexej Miller hatte am Mittwoch in Moskau gesagt: „Die Pipeline Turkish Stream ist der einzige Weg, auf dem die 63 Milliarden Kubikmeter russisches Gas, die aktuell durch die Ukraine kommen, geliefert werden.“ Europa müsse nun schnell die nötige Infrastruktur bauen, um das Gas aus der Türkei über Griechenland weiterzuleiten. „Sie haben nur einige Jahre dafür“, sagte Miller. Sonst werde das Gas an Nicht-EU-Länder verkauft.

Es war zu erwarten…

Da die europäische Union die russische Pipeline South Stream über viele Jahre verhindert hat, sieht Gazprom sich scheinbar nicht mehr in der Verantwortung Europa die Leitungen zu legen, nun ist Brüssel in der Verantwortung sich selbst an das türkische Gasnetz anzuschließen. Außerdem ist die Versorgung über die Ukraine zu unsicher und sollte schon lange abgelöst werden. Bereits vor einigen Monaten bereitete Gazprom die EU darauf vor, in Zukunft die Türkei als Transitland zu nutzen. Offensichtlich nahm die EU die Ankündigung nicht besonders ernst. Nun ist Eile geboten.

Quelle: SPUTNIK
http://de.sputniknews.com/zeitungen/20150115/300615786.html

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