Geschäftsklima Russland 2015 – Deutsche Unternehmen stehen zum russischen Markt

Geschäftsklima Russland 2015 – Die aktuellen Ergebnisse im Überblick:

Die westlichen Wirtschaftssanktionen und der Konjunkturabschwung in Russland haben das wirtschaftliche Umfeld massiv eingetrübt. 91 Prozent der befragten Unternehmen stellten 2014 eine tendenziell negative Entwicklung des Geschäftsklimas in Russland fest. Die Erwartungen für 2015 sind nicht besser. Die Lage der befragten deutschen Unternehmen hat sich massiv eingetrübt: Nur noch 15 Prozent der Unternehmen beurteilen die eigene Lage als gut, 40 Prozent sehen sich in einer schlechten Geschäftslage.

Die schlechten wirtschaftlichen Aussichten bremsen die Einstellungsbereitschaft und die
Investitionspläne der Unternehmen.

78 Prozent der befragten Unternehmen sind negativ oder stark negativ vom Ukraine-Konflikt und
seinen Folgen betroffen. Dafür sind konkret vor allem die sinkende Nachfrage und Finanzierungsprobleme verantwortlich.

Bürokratischer Aufwand und Korruption werden weiterhin als größte Hindernisse des russischen
Marktes wahrgenommen. Deutlich zugenommen haben offenbar protektionistische Hemmnisse. Viele Unternehmen erwarten wegen des aktuellen Konflikts eine Abwendung Russlands vom Westen:
Fast die Hälfte der befragten Unternehmen prognostiziert eine stärkere Ausrichtung Russlands auf
China und Asien.

Hinsichtlich der Wirtschaftssanktionen halten 42 Prozent der Befragten Wirtschaftssanktionen für ein
ungeeignetes Mittel, um politische Konflikte zu lösen, ein knappes Viertel hingegen hält die Wirtschaftssanktionen gegen Russland für angemessen.

Die Land- und Ernährungswirtschaft wird erstmals als Branche mit den größten Wachstumsaussichten gesehen.

Quelle: http://russland.ahk.de

Deutsche Unternehmen stehen zum russischen Markt

Nach aktuellen Berechnungen der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) sind nahezu unverändert 6.000 deutsche Firmen in Russland aktiv. Die augenblicklich größten Herausforderungen sind für sie der eingeschränkte Zugang zu Finanzen, die Abwertung des Rubels, die Konjunkturschwäche. Zwei Drittel der Unternehmen halten die geltenden Sanktionen für nicht wirksam. Allerdings sind fast 60 Prozent unmittelbar von ihnen betroffen…

Quelle: http://russland.ahk.de
Auswertung der Umfrage zu den Auswirkungen der Sanktionen auf das Tagesgeschäft in Russland durchgeführt im November / Dezember 2014, Deutsch-Russische Auslandshandels-kammer (AHK)

Quelle: http://russland.ahk.de
Keine erfolgreiche Zukunft für Europäer ohne Russland

27. Februar 2015: In Berlin fand bereits zum dritten Mal die Russland-Konferenz „Markt. Modernisierung. Mittelstand“ statt. Das Interesse an Russland ist ungebrochen – das war das klare Fazit der Konferenz.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen und poltischen Lage betonten sowohl der russische Botschafter, Wladimir Grinin als auch der Hauptgeschäftsführer des DIHK e.V., Dr. Martin Wansleben den beiderseitigen Willen zur Zusammenarbeit und zur Unterstützung der Unternehmen. „Man müsse die Tapferkeit der deutschen Unternehmen loben, die ungeachtet aller Turbulenzen weiter in Russland tätig sind“, so der Botschafter. Denn, die wirtschaftliche Lage hat sich 2014 deutlich verschlechtert. Die Einzelfaktoren: Rubelabwertung, Ölpreisverfall, schwache Konjunktur, westliche Sanktionen und russische Einfuhrbeschränkungen verstärkten sich zu einer verhängnisvollen Melange. Die unmittelbar spürbaren Folgen waren ein deutlicher Anstieg der Preise und der Inflation, enorm verteuerte Kredite für russische Klienten, rückläufiger Handel – auch und vor allem mit Deutschland, nachlassende Aufträge und eine sehr spürbare Zurückhaltung bei Neuinvestitionen. Auch die sonst sehr robuste Binnenkonjunktur hat deutlich nachgelassen. Der alles entscheidende Faktor in diesem Zusammenhang ist Vertrauen. Dieses gelte es widerherzustellen und dafür auch die zahlreichen Kontakte der Unternehmen intensiv zu nutzen …

Quelle: http://russland.ahk.de

BRANCHENCHECK 2015: Hoffnung auf wirtschaftliche Stabilisierung

Quelle: http://russland.ahk.de

 

Es heißt doch immer: Mächtige Wirtschaft – Machtlose Politik??? Wir können jeden Tag über die heftigen Auswirkungen der Russland-Sanktionen auf die deutsche Wirtschaft lesen.

Wo ist die Macht der Wirtschaft in diesem Fall?

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