Gesinnungsrichtlichen Leitplanken: So machte man aus Sahra Wagenknecht eine „Rechtspopulistin“

In der Linken gibt es nicht immer nur Friede Freundschaft Eierkuchen, das ist am Beispiel mit der Schelte an Äußerungen von Sahra Wagenknecht gut zu erkennen. Diskurs ist ja auch wichtig um sich eine eigene Meinung bilden zu können. Was allerdings tatsächlich unter Diskurs verstanden wird muss eindeutig tiefer gelegt werden. Bestimmte Äußerungen werden bewusst nach außen getragen und werfen mehr Fragen als Antworten auf. Im schlimmsten Fall wird man mit seinen Äußerungen dann auch noch in die rechte Ecke gerückt. Aber tut sich die Linke damit einen Gefallen?
Worum geht es konkret:

Sahra Wagenknecht
Plötzlich „Rechtspopulistin“

Eine wie ich finde vernünftige Analyse – es geht doch nicht wirklich darum schwarz und weiß zu malen oder wahr und falsch in Stein zu meißeln, dafür ist diese Welt zu vielschichtig, sind die Menschen auch sehr individuell und die Akzeptanz einer anderen Meinung schwierig.
Ganz besonders deutlich wird dies in der Auseinandersetzung um Sahra Wagenknechts Äußerungen:

Die gesinnungsrichtlichen Leitplanken werden immer enger gelegt. „Linke“ machen bei diesem Treiben bedenkenlos mit. Wer es wie Sahra Wagenknecht wagt, auszuscheren, bekommt von der politisch korrekten Wohlfühlgemeinschaft Hausverbot.

Herrscht denn mittlerweile ein Auseinandersetzungsverbot? Ich hoffe doch nicht…

Jedes Thema ist es wert diskutiert zu werden – etwa eitel Sonnenschein zu mimen um eventuell eine mögliche Koalition mit SPD und Grünen nicht zu gefährden? Warum denn das?! Wenn nicht erkannt wird das zwischen diesen 3 Parteien eklatante Unterschiede bestehen dann wird ohne inhaltliche Auseinandersetzung in den eigenen Reihen auch keine mit den anderen Parteien suchen und wohin wird das führen?!

Sehr viel härter wird dies im o.g, Beitrag formuliert:

Die Linke hingegen scheint nichts besseres zu tun zu haben, als sich den schärfer werdenden Gesinnungsrichtlinien des Safe-Space zu unterwerfenSicher, wenn man eine rot-rot-grüne Regierungsbeteiligung anstrebt, muss man auf Kuschelkurs gehen, dann will man selbst zum „Establishment“ gehören.

Man muss nicht unbedingt diese Wortwahl gut heißen – es zeigt sich jedoch deutlich das über den Inhalt gesprochen werden muss – was definitiv ein großer Fehler sein dürfte ist wenn die Linke sich verbiegen würde nur um an einer möglichen rot rot grünen Regierung beteiligt zu werden. Unabhängig davon zeugen die Koalitionsgespräche ob nun zu Jamaika oder GroKo deutlich was im Eigentlichen abläuft. Also auf keinen Fall unter diesen Umständen so eine Koalition anstreben…

 

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