Gewerkschaft der Polizei: Polizisten in der AfD sollen sich von Höcke distanzieren

In Thüringen kandidieren fünf Polizisten für die AfD.
Werden sie nach den Forderungen der Gewerkschaft der Polizei auf Distanz zum „rechtsnationalen Flügel“ um den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke gehen?

Distanz? Reicht nicht!
Polizisten in der AfD müssten unmittelbar aus dem Dienst entfernt werden. Eine Mitgliedschaft in der AfD, oder sogar Kandidatur für die AfD ist mit dem Staatsdienst nicht vereinbar.

Was nun bald folgen muss, sind Unvereinbarkeitsbeschlüsse von öffentlichem Dienst und einer AfD-Mitgliedschaft. Das wird ganz sicher zu einer Austrittswelle von Beamten und Angestellten führen. Die Beobachtung der Jugendorganisation wird zudem rechte Jugendliche davor zurückschrecken lassen, in die AfD einzutreten, denn wer setzt schon seine gesellschaftliche und berufliche Zukunft für diesen rechten Verein aufs Spiel. Langfristig werden diese Maßnahmen die AfD zum Verdorren bringen.

Denn Fakt ist: die AfD ist offen antipluralistisch, antidemokratisch, antisemitisch, rassistisch und homophob; kurzum rechtsradikal. Kein Polizist kann die Mitgliedschaft in dieser Partei, zumal noch im besonders radikalen thüringer Landesverband, mit seinem Amtseid zur Deckung bringen.

Man kann nicht beruflich die Demokratie schützen und sie in seiner Freizeit abzuschaffen versuchen.

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/polizisten-in-der-afd-sollen-sich-von-bjoern-hoecke-distanzieren-16001705.html

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