GroKo-Geschenk für Verleger: Union und SPD senken Rentenbeitrag für Zeitungszusteller

Das ist also die „sozialdemokratische Handschrift“ der SPD?!

http://meedia.de/2018/02/20/groko-ueberraschung-fuer-verleger-union-und-spd-senken-rentenbeitrag-fuer-zeitungszusteller/

Raffgierige Zeitungsboten
Wer bei Nacht und Eiseskälte Briefkästen vollstopft, verdient eine Abreibung, finden Union und SPD – und rüsten zum Rentenklau.

Hintergrund ist folgendes was auf Seite 93 des ausgehandelten Koalitionspapiers zu lesen ist:

„Zur Sicherung der bundesweiten Versorgung mit Presseerzeugnissen für alle Haushalte – in Stadt und Land gleichermaßen – wird bei Minijobs von Zeitungszustellerinnen und Zeitungszustellern der Beitrag zur Rentenversicherung Minijobs, den die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zu tragen haben, befristet für die Dauer von fünf Jahren bis zum 31. Dezember 2022, von 15 auf fünf Prozent abgesenkt.“

Daraus resultiert, dass die Zeitungszusteller/innen nicht nur weiter mit Hungerlöhnen abgespeist werden können nun sollen sie auch noch bei ihren Renten zu Gunsten der Zeitungsverlage beschissen werden!

Als dies gestern Abend in der Maischberger Sendung zur Sprache kam wurde meine Empörung dazu noch größer, denn unsere amtierende Bildungsminsterin von der SPD Katarina Barley erklärte das diese Summe die sich die Zeitungsverlage einsparen dürfen von uns  Steuerzahler wieder obendrauf legen sollen!

Besonders irritierend, dass GroKo Papier ist in so vielem doch überaus allgemein gehalten und für diese eine ganz spezielle Berufsgruppe ist eine Neuerung dermaßen detailliert aufgeführt also da muss es ja bei jedem „klingeln“.

Erinnerte mich sofort an den GroKo Lobbyismus in Bezug auf Verlage zu Beginn der letzten GroKo, wo die CDU und SPD den Verlagen entgegen den Bestimmungen im Mediengesetz auch einfach mal Geldgeschenke aus dem Steuersäckel haben zukommen lassen und das genau da wo die Renten gekürzt wurden. Nun versucht man offensichtlich auf diesem Wege für derlei Zuwendungen seine Dankbarkeit zu bezeugen.

Passend dazu auch:

 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Zeitungszusteller-kaempfen-um-Mindestlohn,zusteller106.html

Gut war an der Sendung das mal mit der Mär von der bösen Minderheitsregierung  aufgeräumt wurde, auch wenn man bemerkte das der „Stern“-Journalist Jörges dahingehend nicht von alten Gedankenmustern“ Unterstellungen lassen kann. Faszinierend, erst watscht er CDU/CSU und SPD ab aber am Ende enthüllt er doch wiesehr er ohne „eine Regierung aus der Mehrheit des Volkes“ nicht kann. Was schon an sich witzig, denn er hat scheinbar übersehen das diese Zeiten nun erst einmal vorbei, Springer Presse halt…

 

2 Gedanken zu „GroKo-Geschenk für Verleger: Union und SPD senken Rentenbeitrag für Zeitungszusteller

  • lausebengel
    22. Februar 2018 um 10:44
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    Also wie immer…konkrete Maßnahmen werden nur vereinbart wenn es um zusätzliches Geld für das oberste 1% geht….

    Antwort
    • Netti
      22. Februar 2018 um 10:53
      Permalink

      Lauserchen, genauso ist es! Habe die ganze Zeit nach der damaligen Info von Gimi gesucht wo es um dieses CDU/CSU, SPD Geschenk in Millionenhöhe ging aber noch nicht gefunden. Denke aber du kannst dich auch noch erinnern, ehrlich das schlägt doch dem Fass den Boden aus genau bei dem Ärmsten zu ein zu kassieren um den Verlagen „zu helfen“. Sollen sie mal endlich wieder ihre Arbeit gut machen und nicht zu einseitigen Propagandaverkündern verkümmern denen nur noch die Hälfte der Bevölkerung glaubt, dann bekommen sie auch wieder Zeitungskunden.Mit solch einer Lobbypolitik werden sie ihren Abstieg jedenfalls nicht aufhalten!

      Antwort

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