Groko-Verhandlungen: Jusos wollen große Koalition mit neuen Mitgliedern „sprengen“

„Jetzt gilt es, möglichst viele Groko-Kritiker in die Partei zu holen, damit wir beim Mitgliederentscheid das Ergebnis sprengen können“, sagte Frederick Cordes der „Rheinischen Post“.

Man kann den JUSOS auf jeden Fall nicht das Engagement absprechen, das fordert Respekt. Für ihre politische Überzeugung ging die SPD in meiner Erinnerung lange nicht so weit. Aber das Parteibuch abzugeben wäre ein meiner Meinung nach besserer Entschluss; die JuSos sollten überlegen geschlossen zur LINKEn über zutreten. Erneuerung ist mit den Altgenossen nicht möglich wie sich wieder einmal zeigte, die wollen wohl im wahrsten Sinne beerbt werden – regieren bis in die Urne!

Der Satz von Juso-Chef Kevin Kühnert : „Die wahnwitzigen Wendungen und Kehrtwenden unserer Partei seit der Bundestagswahl haben nochmal mehr Vertrauen gekostet.“ spiegelt auch meine Erfahrungen wieder. Klasse die Rednerin die Sigmar Gabriel darauf hinwies, dass die SPD in der letzten GroKO der Steigbügelhalter für die 13(!) GG – Änderungen damit es im Zuge der Maut zu einer heftigen Privatisierung kommen kann  und mit der Durchsetzung der Maut auf den deutschen Bürger zu kommt- die größte Umverteilung seit der Mehrwertsteuererhöhung  auf 19%! Und das genau die alten „Genossen“  in den Zeitungen für eine neue GroKo werben, die für den Abwärtstrend der Partei zuständig weil sie die soziale Ungerechtigkeit gefördert! Müntefering u.a. in der Rede direkt angesprochen und alle anderen Vorstandsmitglieder waren wenig begeistert von dieser öffentlichen Entlarvung wie man an ihren Gesichtern ablesen konnte. „Genosse Sigi“ sah aus, als platze er vor Wut über diese Entlarvung.

Fazit: Bei den jetzigen internen Auseinandersetzung ging es auch um eine Revolte der Jungen ( Jusos) gegen die Alten, gegen die Verkrustung des Parteiapparats. Die kalte Macht- und Postengier der Alten hat sich gegen den heißherzigen Idealismus der Jungen durchgesetzt. Die SPD bleibt im vorherigen Jahrhundert gefangen: alte Ideologie, alte Strukturen, alte Seilschaften, altes Postengeschacher. Die alte Garde opfert ihrer Postenversogung kalt schwitzend weitere 5% bei den nächsten Wahlen. Nach uns die Eiszeit, Genossen.

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