Homosexuelle, Menschen zweiter Klasse?

Sind Homosexuelle auch für unsere Regierung nur Menschen zweiter Klasse?

Die Initiative zur Erinnerung an die Leiden homosexueller NS-Opfer, hat anscheinend einen Dämpfer erhalten. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) reagierte nach Angaben der Initiative erneut ablehnend auf die Forderung.

Die Inititative, welche 1993 gegründet wurde, möchte zusammen mit dem LSVD erreichen, dass bei der jährlichen Gedenkveranstaltung des Bundestags an die Opfer des Nationalsozialismus im übernächsten Jahr ein Vertreter der Opfergruppe der Homosexuellen spricht. Dieses lehnt Schäuble allerdings ab, mit der Begründung, er wolle sich jetzt noch nicht damit befassen und außerdem soll das Gedenken nicht in einzelne Opfergruppen aufgeteilt werden. Die Initiatoren erklärten dazu, dass Schäuble zwar „formal“ das letzte Wort habe, es aber nicht mit ihrem „demokratischen Grundverständnis“ vereinbar sei, wenn er sich über die Mehrheit des Präsidiums hinwegsetze. Daher wollen dieses Ansinnen weiterhin öffentlich forcieren. Sollte es dann herausstellen, dass eine Mehrheit gegen dieses Ansinnen sei, so würden sie es natürlich sofort einstellen.

https://www.queer.de/detail.php?article_id=32774

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/petition-fuer-ns-gedenken-schluss-mit-dem-erinnern-zweiter-klasse-an-homosexuelle-ns-opfer/23877270.html

Warum nicht den homosexuellen Opfern in einer Gedenkstunde gewürdigt wird, ist ziemlich unverständlich. Denn grade diese Gruppe hatte auch nach dem Krieg noch zu leiden unter dem §175, der erst 1973 sexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen Männern aufhob. Für männliche Jugendliche unter 18 galt er aber immer noch, während das Schutzalter für heterosexuelle Handlungen bei 14 Jahren lag.

(Quelle: Wikipedia)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.