„Kein Staat kann seinen Geheimdiensten vertrauen“—William Binney im Interview

William Binney ist neben Edward Snowden einer der schärfsten Kritiker der NSA. Er weiß, wovon er spricht, denn der für seine weltweite Massenüberwachung berüchtigte US-Geheimdienst war mehr als 30 Jahre lang Binneys Arbeitgeber.

Foto: Wikipedia

Zuletzt war Binney Technical Director bei der NSA und erlebte zuvor aus nächster Nähe die Digitalisierung, den Siegeszug des Internets und dessen Auswirkungen auf die Geheimdienstarbeit. Bevor er am 31. Oktober 2001—also gut anderthalb Monate nach 9/11—seinen Job kündigte, war er maßgeblich an der Entwicklung des ThinThread-Programms beteiligt. Das NSA-intern programmierte System sollte eine grundrechtskonforme, konzentrierte Kommunikationsüberwachung ermöglichen. Im Jahr 2000 war ThinThread voll funktionsfähig und einsatzbereit. Verwendet wurde es allerdings nie, stattdessen kam kurz vor den Anschlägen auf das World Trade Center in New York die kostspieligere Alternative Trailblazer zum Einsatz. Die Entwicklung von Trailblazer wurde außerhalb des Geheimdienstes ausgelagert und fortan Metadaten anlasslos, ohne Rücksicht auf Gesetze und das Recht auf Privatsphäre der Bürger gesammelt, gespeichert und analysiert.

Auszug Quelle Motherboard.vice.com

Ein sehr interessantes Interview, was man sich mal durchlesen sollte.

Ein Gedanke zu „„Kein Staat kann seinen Geheimdiensten vertrauen“—William Binney im Interview

  • Kaballah
    5. Dezember 2015 um 21:00
    Permalink

    Trau schau wem Gim, den Geheimdiensten kann man wahrlich nicht glauben – die Macht die eben diese Geheimdienste haben ist nahezu unermesslich. Sie unterliegen selbst keinerlei Kontrolle und an Gesetze halten sie sich ohnehin nicht…

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.