Maischberger: Öffentlich-Rechtliches diskutiert sich selbst und lässt wichtige Fragen unerwähnt

Angesichts der Tatsache das die Schweizer am 4. März abstimmen ob sie das öffentlich-rechtliche Fernsehen abschaffen und öffentlich-rechtliche Sender überall in Europa unter Beschuss stehen musste es keinen verwundern das bei Maischberger eine Sendung mit dem Titel: „Wozu brauchen wir noch ARD und ZDF?“ gezeigt wird. Gestern Abend war es dann so weit:  http://www.daserste.de/information/talk/maischberger/sendung/wozu-brauchen-wir-noch-ard-und-zdf-100.html

Illustre Gäste sollten genau diese Frage klären und redeten letztlich doch nur an den wirklichen Problemen vorbei. Da ist beispielsweise die Rede von „unabhängigen und kritischen“ Medien, auch über die Mitwirkung der Zuschauer wird philosophiert (diese haben aber nur die Möglichkeit über eine Programmbeschwerde – die oft in einer Ablehnung endet – zu reagieren), eine Unabhängigkeit der Berichterstattung wird auch bemüht. Das alles hat nur nicht mal ansatzweise die Frage aus dem Titel der Sendung wirklich beantwortet. Dabei gibt es so einige Themen die dringend in diesem Zusammenhang geklärt gehören:

  • braucht es teure Programme die letztlich die Kosten nicht einspielen
  • wie sind öffentlich-rechtliche Sender für das digitale Zeitalter gerüstet
  • werden die GEZ Beiträge sinnvoll eingesetzt, sind diese gar zu hoch ausgelegt
  • nehmen die öffentlich-rechtlichen Sender tatsächlich ihre Aufgabe wahr unabhängig (insbesondere vom Staatsinteresse) zu informieren
  • wie kann und muss der Einfluss der Zuschauer in den Aufsichtsräten gestärkt werden

Ich empfehle mal die Kommentare zu dieser Sendung zu lesen, schade nur das sich von den Senderverantwortlichen niemand dafür tatsächlich interessieren dürfte. Es wäre an der Zeit sich dessen zu besinnen was eigentlich normal sein sollte.

Wir hatten zu den Problemen oft genug berichtet, hätte Frau Maischberger bei uns mal nachlesen sollen zum Beispiel bei:

Rundfunkrat des Norddeutschen Rundfunks (NDR) hat 15 Programmbeschwerden auf einmal abgelehnt

NDR-Rundfunkrat: 12 Programmbeschwerden zur Tagesschau „Nach intensiver Diskussion und sorgfältiger Prüfung des Sachverhalts“ komplett zurückgewiesen

Offiziell Rundfunkgebühren: 1,5 Milliarden Euro zu viel eingenommen

gibt keinerlei rechtliche Handhabe, die öffentlich-rechtlichen Anstalten zur Einhaltung der gesetzlich festgelegten Programmgrundsätze zu verpflichten

Diese Themen hätten mal diskutiert werden sollen !

 

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