Mal das, was man lieber nicht sagen möchte… "Der schlanke Staat''

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‚Der schlanke Staat“
Ich hab’s noch im Ohr, sehr deutlich sogar! Dabei ist das doch schon Jahre her, seit Politiker diesen Satz lustig schwadronierend als Allheilmittel im Munde führten.Toll, hab ich damals gedacht. Keine schlechte Idee, hab ich gedacht. Heute weiß ich, falsch hab ich gedacht!Ich dachte, ein “schlanker Staat“ sei ein Gebilde mit einfachen Verwaltungsvorschriften, kurzen Wegen, schnellen Entscheidungsfindungen und vor allem wenig, gut verständlicher und übersichtlicher Bürokratie. Dies hätte bedeutet, unnötige Ausgaben zu minimieren, ein frisches Lüftchen wehen zu lassen und vor allem mehr Geld in öffentlichen Kassen zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben.

Was finde ich heute vor? Einen größeren Sumpf als vor Jahren, einen Bürokratiedschungel der zahllose Anwaltskanzleien braucht um ihn zu durchdringen, Unsummen an Geldern, die eingesetzt werden müssen ohne auch nur ein Stück – mehr – an öffentlichen Aufgaben finanziert zu haben.
Im Gegenteil, desolate Straßen, kaputte Schulen, mangelnde Betreuungseinrichtungen, ein ruiniertes Pflegesystem, ein Rentensystem welches seinen Namen nicht mehr verdient und ein sorglosen altern der Gesellschaft längst nicht mehr gewährleistet. Mangelnde Gelder für Kunst und Kultur, ein Gesundheitssystem, da wünscht man seinem schlimmsten Feind nicht irgendwann einmal krank zu werden, Kinder die morgens hungrig zur Schule gehen, mittags von der Arche mit einer warmen Mahlzeit versorgt werden und abends die Reste der sogenannten Wohlstandsgesellschaft vorgesetzt bekommen, weil Mama bei der Tafel geduldig in der Schlange stand.

Schlanker Staat? Pha! … schlanker Bürger, maroder Staat und einige, fettgefressene Wirtschaftsunternehmen, die den Hals niemals voll bekommen werden und gierig die Macht inhalieren, die ihnen die Politik willfährig vor die Füße legt.

– abartig –

0 Gedanken zu „Mal das, was man lieber nicht sagen möchte… "Der schlanke Staat''

  • Kaballah
    29. April 2015 um 21:04
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    Hallo Justas – die Idee selbst ist nicht schlecht – scheitert aber in den Grundzügen an dem vorherrschenden Gebilde des Politikklientels. Das wäre ja schlimm wenn man sich nicht wie gewohnt Pöstchen zuschieben könnte oder gar für mehr Transparenz sorgen würde. Und ja – es ist schon ein juristisches Tauziehen um die vielen Dschungelparagraphen noch deuten zu können mit denen sich die bisherigen Bürokratien „abgesichert“ haben. Leider gilt das nicht nur für den Staat an sich – das gilt auch für die EU…

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