Meinungsmache um die Bürgerversicherung – paritätische Finanzierung der Beiträge zur Krankenversicherung

Mal ein Beispiel von vielen, wie Zuufällig lieferte die FAZ vor vier Tagen diesen Lobby-Artikel.

Die Kommentare unter dem ff Artikel sind köstlich zu lesen in Bezug des „sich nicht verdummen lassen“:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/kommentar-nur-verlierer-mit-der-buergerversicherung-15382738.html
“ Einspruch Jörg G. Vogelsang (vonVogelsang) 10.01.2018 – 10:10
Das bisherige System ist nichts anderes als eine 2-Klassen-Medizin. Die gilt es, für die Menschen unseres Landes, das heißt für alle Bürger, zu verbessern. Insofern ist der Satz im Artikel „Niemand zweifelt im Kern daran, dass Ärzte Kassenpatienten so gut versorgen wie Privatversicherte.“ von Unkenntnis der eklatant verschiedenen Behandlungsangebote bestimmt oder aber von klarer Parteinahme für die PKV-Privilegierten-Lobby. Die Substanz der Tatsachen ist eine andere.“

Heute Morgen nun in der FAZ und wieder einmal passend zum obigen dieser Angsmacher:

Britische Einheitsversicherung : Tragödie in Großbritanniens Krankenhäusern
Krebspatienten wird die Therapie gekürzt, der staatliche Gesundheitsdienst kollabiert. Die britische Einheitsversicherung liefert ein abschreckenden Beispiel für Deutschland. http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/die-britische-einheitsversicherung-als-negativbeispiel-fuer-deutschland-15388429.html

… ja, die Erde ist eine Scheibe. Ich könnte sehr gut mit einer gut gemachten (!) Bürgerversicherung leben, aber ich traue hier niemandem zu, dass das ganze System in der jetzigen Form umgekrempelt werden kann.

Kommentar eines Zahnarztes, in der UdSSR studiert, in der DDR sozialisiert, mit ü50 zur Niederlassung gezwungen, zu dem ganzen Irrsinn: „Die Organisation des Gesundheitssystems, wie wir es im Osten hatten, und das Geld, was hier durchs System geistert, wir könnten jeden hier luxuriös versorgen vom ersten Zahn bis zum letzten Tag. Will aber keiner.“

 

Ein Gedanke zu „Meinungsmache um die Bürgerversicherung – paritätische Finanzierung der Beiträge zur Krankenversicherung

  • Netti
    15. Januar 2018 um 11:30
    Permalink

    Stern, ja es ist schon auffallend wie diverse Mainstreammedien ins gleiche Horn blasen http://www.zeit.de/wirtschaft/2018-01/buergerversicherung-spd-kritik-gesetzliche-krankenversicherung und wie erhellend das sich die Fachärzte die am besten daran verdienen (angeblich) dagegen verschließen aber unsere Hausärzte nicht. http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/koalitions-sondierung-hausaerzte-sind-offen-fuer-buergerversicherung/20836682.html Dabei weiß jeder der sich damit beschäftigt hat, dass sie für den Versicherten nur Vorteile bereit hält (und die Gesamtkosten) aber natürlich für diverse Versicherer nur Nachteile. Und diese machen sich nun natürlich Sorgen um ihre Pfründe und haben wie wir alle wissen, ihre Lobbyisten im BT und bei Medien „untergebracht“. War ja auch schon oft Thema hier.
    Man will scheinbar auch die Studien vergessen machen, die belegen das auf der einen Seite Privatpatienten sogar über therapiert werden auf der anderen Seite aber was Beinbrüche, Blind arm OP´s und CO ,schneller aus den KH entlassen werden müssen als Kassenpatienten weil die Privaten dafür schlechter aufgestellt als sogar die AOK! Hatten wir ja hier auch schon irgendwo thematisiert. Ich denke auch hier sieht man bestens wem diverse Medien dienen, erinnert mich irgendwie an diese Enthüllungen über die Hintergründe einiger dieser angeblich „seriösen“ Medien: https://www.youtube.com/watch?v=4sXs6Jiy5Ms und wie lustig das all die Klagen nichts gebracht und jene Journalisten die dagegen geklagt sogar vor dem Bundesgerichtshof verloren. Nebenbei, auch erhellend das andere unserer „seriösen Medien“ nicht mal versuchten sich „rein zu waschen“ … .)

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