Millionen Tonnen Computerschrott – Europa bekommt neues Müllproblem

Die Schlagzeile der FAZ von heute scheint ein neues Problem auszumachen, aber wer sich die Computerentwicklung und auch den Absatz der Computer der vergangenen Zeit mal angesehen hat konnte sich sicher schon lange ausmalen dass da ein Problem entsteht – dass des Computermülls…

Müllberge aus Alt-Computern, Handys und Laptops: Elektro- und Elektronikschrott wird in Europa einer neuen Studie zufolge immer mehr zum Problem. In den 28 EU-Ländern wird demnach derzeit nur etwa ein Drittel der ausgemusterten Computer sowie von anderem Elektroschrott ordnungsgemäß und gemäß der Elektro- und Elektronik-Altgeräte-Richtlinie der EU entsorgt.

Der Rest – immerhin 6,2 Millionen Tonnen im Jahr 2012 – werde falsch recycelt, ins Ausland gebracht oder einfach weggeworfen, heißt es in der Studie der Organisation CWIT (Countering WEEE Illegal Trade) zum Kampf gegen die Verschwendung von und den illegalen Handel mit Elektronik-Schrott.

http://www.faz.net/agenturmeldungen/unternehmensnachrichten/millionen-tonnen-computerschrott-europa-bekommt-neues-muellproblem-13777034.html

Liegt das nur an der EU Regelung oder an dem Überangebot in den Geschäften? Selbst Alt- gegen Neugerät Aktionen werden wohl kaum die Situation in den Griff bekommen ( ganz davon abgesehen das selbst noch funktionierende Geräte schnell mal auf den Müll wandern wenn Leistungsfähigkeit und Aufrüstbarkeit vorhandener Geräte an Kompatibilitätsgrenzen scheitern). Das ist so ähnlich wie bekannte Obst- und Gemüseentsorgungen – das Überangebot zeigt sehr schnell auf wohin die Entwicklung zwangsläufig geht…

Klar gibt es bei den Elektrogeräten immer noch den wertvollen Inhalt (wiederverwertbare Rohstoffe) zu recyceln – nur ist darauf wirklich die Abfallwirtschaft eingestellt? Wer nimmt für welchen Preis die Gerätschaften so auseinander das sich das auch rechnet? 

Vermutlich kommt zwar zu Ende 2015 eine Erweiterung dieser europäischen Richtlinie für Deutschland in ein Gesetz (Rücknahmeverpflichtung im Handel und nicht nur Entsorgung des Privathaushaltes bei Wertstoffhöfen) – allerdings bleibt damit die Kostenfrage weiterhin schwammig…

Das die Hersteller und Vertreiber tatsächlich mitbeteiligt werden kommt der Politik wahrscheinlich ohnehin nicht wirklich in den Sinn…

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