Nachgefasst: 5. Armuts- und Reichtumsbericht – Responsivität verschollen

Wir berichteten hier bereits: http://humanistenteam.info/blog/regieren-per-loeschtaste-ohne-uns/

Entwurf – 5. Armuts- und Reichtumsbericht (5.ARB)

Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales für den 5. ARB beauftragte Forschungsprojekt „Systematisch verzerrte Entscheidungen? Die Responsivität der deutschen Politik von 1998 bis 2015“ stellt fest, wer mehr Geld hat, dessen Interessen werden bei politischen Entscheidungen stärker berücksichtigt. Reiche finden in der Politik mehr Gehör. Dies gelte besonders für die Themenfelder „Wirtschaft und Finanzen“ sowie „Arbeit und Soziales“ die wiederum in hohem Maße Auswirkungen auf die soziale Ungleichheit im Land haben.

Responsivität (Politik) beschreibt die Bereitschaft von Politik, die Wünsche und Interessen der Bürger bei der Gesetzgebung zu berücksichtigen.

In der aktuell vorliegenden Version des 5. ARB findet man „Responsivität“ nur noch im Literaturverzeichnis. Die Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt von Lea Elsässer, Svenja Hense, Armin Schäfer über die Zusammenhänge zwischen sozialer Ungleichheit und politischen Entscheidungen sucht man vergeblich.

Forschungsprojekt Systematisch verzerrte Entscheidungen? Die Responsivität der deutschen Politik von 1998 bis 2015. Endbericht Forschungsvorhaben im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales Autoren: Lea Elsässer, Svenja Hense, Armin Schäfer Stand: 2. Juni 2016

Entwurf: Der Fünfte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung

Stellungnahme des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum 5. Armuts- und Reichtumsbericht (ARB) der Bundesregierung „Lebenslagen in Deutschland“

 

„Wer die Macht über die Geschichte hat, hat auch Macht über Gegenwart und Zukunft.“ – Ministerium für Wahrheit (George Orwell, 1984)

 

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