Neue Berichte über Gasangriff in Syrien von den White Helmets und „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“

In Syrien soll angeblich wieder ein Angriff mit Giftgas geführt worden sein, diesmal allerdings war es Chlorgas. Dieses berichteten die Helfer der Weißhelme. Diese ist eine private Zivilschutzorganisation welche in Syrien aktiv ist. Die Rolle in der Propaganda der Beteiligten ist allerdings umstritten, sie sind keine offizielle Organisation, haben ihren Sitz in GB und gehören auch nicht dem internationalen Zivilschutz an, so dass es an deren Glaubwürdigkeit berechtigte Zweifel geben darf.  Was allerdings äußerst interessant daher kommt, ist das Gas selber. Erst hieß es immer die syrische Regierung setze Sarin dort ein, nun ist es auf einmal Chlorgas, also zwei völlig unterschiedliche Arten von Giftgas. Wer setzt das denn nun ein, wenn die Regierung doch angeblich Sarin nutzt? Zudem gibt es für diesen letzten Einsatz auch bislang keinerlei unabhängige Bestätigung oder einen solchen Beweis.

Ziemlich unglaubwürdig ist das ganze außerdem, denn das es bei einem militärischen Angriff mit Giftgas „nur“ 11 Verletzte als Ergebnis gibt erscheint doch recht unwahrscheinlich. Da hätte man ebensogut auch Steine aus dem Flugzeug werfen können und hätte einen ähnlichen Erfolg verbucht. Es gibt zudem auch überhaupt keinen Grund, weder für die syrische oder die russische Luftwaffe, mit Chlorgas eine handvoll Zivilisten zu verletzen. Sie hätten keinerlei Vorteil davon, weder militärisch noch politisch, und medial schon gar nicht.

Wohl aber könnten sich Aufständische und ihre Sympathisanten einen Vorteil davon erhoffen, mit False-Flag-Anschlägen oder Inszenierungen von Chlor- und Giftgas die öffentliche Meinung, gerade in der westlichen Welt, die solchen Geschichten offenbar gern Glauben schenkt, zu ihren Gunsten zu beeinflussen.

Ein Gedanke zu „Neue Berichte über Gasangriff in Syrien von den White Helmets und „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“

  • Netti
    5. Februar 2018 um 12:34
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    Und auch in diesem Fall kommt der „Chemiewaffenangriff“ wieder zu einem passenden Zeitpunkt. Hayat Tahir al-Sham ist in Idlib auf dem Rückzug, um die US-amerikanischen Interessen ist es infolge des Konfliktes zwischen der Türkei und der YPG nicht gut bestellt, und eigentlich sieht alles danach aus, als gewinne die Assad-Regierung den Konflikt militärisch. Die Stimmen derjenigen, die, wie z.B. Joshua Landis, fordern, dass die USA dies akzeptieren und den Krieg nicht weiter verlängern sollen, mehren sich. Da ist es völlig logisch, dass Assad laut Mattis neue Massenvernichtungswaffen entwickelt, und ebenso logisch ist es, dass Assad durch den militärisch überflüssigen Einsatz von Chemiewaffen die Öffentlichkeit gegen sich aufbringt, um seinen Sieg noch zu verhindern.
    Langsam wird’s mehr als skurril….

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