Neues vom Pannentransportflugzeug A400M

Foto: Von Julian Herzog, CC-BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21435578

Bereits 2003 wurde nach jahrzehntelanger Vorplanung die Entwicklung des Transportflugzeuges in Auftrag gegeben, ab 2008 war die Serienproduktion geplant. Doch nach Verzögerungen und Kostensteigerungen wird die endgültige Version des Flugzeugs wohl frühestens 2018 zur Verfügung stehen. Von den bisher 8 vorläufigen Versionen, die an die Bundeswehr ausgeliefert wurden ist aktuell nur ein Flugzeug flugfähig, zahlreiche Pannen sorgen regelmäßig für Schlagzeilen. So musste die Französische Armee feststellen, dass (Stand 2016) noch nicht feststeht, ob das Flugzeug wie gefordert in der Luft betankt werden kann. Ebenso stellt sich heraus, dass die Landepisten besonders intensiv von Pionieren gewartet werden müssen um die Sicherheit zu gewährleisten. Am 9. Mai 2015 stürzte die für die türkische Luftwaffe vorgesehene A400M bei ihrem ersten Testflug in Spanien ab, wie im Video von Extra 3 zu sehen ist, hat auch unsere Verteidigungsministerin ihre Probleme mit dem neuen Transportflugzeug, welches Anfällig für Aussetzer zu sein scheint. 20 Milliarden Euro sollte der Militärtransporter A400M kosten, das war 2003, vor den Pannen und Verzögerungen. Wie teuer uns dieser Pannenflieger als Steuerzahler nun endgültig kommt, kann bisher nur gemutmaßt werden. Fest steht jedoch, dass sowohl der Zeitplan, als auch die versprochenen Leistungskennzahlen bei weitem nicht eingehalten werden können. Deutschland hat sich bereiterklärt 53 dieser Flugzeuge zu kaufen, von denen 13 sofort weiterverkauft werden sollen. Vereinbart war mit Airbus eigentlich ein Stückpreis von 130 bis 140 Millionen Euro doch schon jetzt wurde dieser auf 180 bis 190 Millionen Euro pro Transportflugzeug angehoben. Dementsprechend muss der Deutsche Steuerzahler mit 7,6 Milliarden Euro Anschaffungskosten für den Pannenflieger rechnen, die Entwicklungskosten und Garantien nicht eingerechnet. Mehr als für die Flüchtlingskrise.

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/Abgehakt,extra12498.html

Bildquelle:
Julian Herzog, CC-BY 4.0

3 Gedanken zu „Neues vom Pannentransportflugzeug A400M

  • Netti
    17. Februar 2017 um 20:00
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    Ja, das derzeit nur eine Bundeswehr-Transportmaschine des Typs A400M einsatzbereit ist hat schon einen ganz besonderen Geschmack angesichts der Tatsache das Frau Kriegsministerin unsere BW in noch mehr zweifelhafte Einsätze entsenden will! Einsätze in Konfliktgebieten sind mit einem Transportflugzeug das in der Regel schon nach jeweils 20 Flugstunden zur Kontrolle in die Werkstatt muss noch mehr als sehr gewagt. Man denke daran das auch nur ca 40 Panzer einsatzbereit und Kampfhubschrauber ca.4. Solch Verschwendung von Steuergeldern an solche Firmen ist kaum noch zu fassen! Erinnert sehr an die Doku: Gefährliche Waffenfreunde – Wie ein kleiner Beamter große Geschäfte stört http://www.ardmediathek.de/tv/die-story/Gef%C3%A4hrliche-Waffenfreunde-Wie-ein-klei/WDR-Fernsehen/Video?bcastId=7486242&documentId=37734526
    Übrigens könnte jetzt der südamerikanische Flugzeugbauer Embraer die nächste „Lösung“ für unsere Steuermittel sein, er kann wohl schon den ersten Jet 2019 liefern. Bezahlen dann also doppelt nur weil (siehe Doku) unser Bundeswehrministerium klüngeln was das Zeug hält!

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  • lausebengel
    18. Februar 2017 um 08:24
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    Netti, du hast vergessen das erst eine Pionierkompanie zu den vorgesehen provisorischen Landepisten gebracht werden muß um diese herzurichten und zu warten….falls nicht eine Punktlandung dazwischenkommt….
    Aber noch haben wir ja die Transall die dazu zur Verfügung steht.

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  • Netti
    20. Februar 2017 um 10:49
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    Lauserchen, ja stimmt , diese „Kleinigkeit“ habe ich glatt außer acht gelassen :). Dachte nur alles andere ist schon bezeichnend genug. Transall sind doch ausgemustert und NOCH keine neuen da, sollen ab 2021 beispielsweise für Evakuierungen aus Kriegsgebieten bereitstehen! :) http://www.tagesschau.de/ausland/bundeswehr-397.html Aber noch mal was zur Transall http://www.klassiker-der-luftfahrt.de/geschichte/flugzeuge/der-fall-c-160-transall/536048 Himmel, die BW Minister hatten aber auch immer ein Händchen in den Dreck zu greifen!

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