Ölpreis-Desaster: Wie sich die US-Produzenten ihr eigenes Grab schaufeln

 Foto: Joshua Doubek / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Schon seit Monaten findet ein großes Ölpreis-Desaster statt. Der Preis verharrt auf einem tiefen Niveau, trotzdem steigt in den USA die Fördermenge immer weiter. Wie sich die US-Produzenten ihr eigenes Grab schaufeln…

…Die stark ansteigende Fördermenge in den USA muss irgendwo abbleiben, denn einerseits steigt die Nachfrage nach Öl in den USA nicht mal ansatzweise so schnell wie die Fördermenge, andererseits dürfen US-Produzenten nur einen sehr kleinen Teil ihrer Ölproduktion exportieren. Die Folge: Das In den USA produzierte Öl wird eingelagert in großen Tanks, und sogar auf Schiffen. Im Juni 2014 waren in den USA 388 Mio barrel Öl eingelagert. Letzte Woche waren es 463 Mio barrel, ein Plus von 19,3% in nur einem Jahr. Der Lagerbestand verharrt auf einem 80jährigen Rekordniveau, Zitat der Energiebehörde EIA:

„U.S. commercial crude oil inventories (excluding those in the Strategic Petroleum Reserve) decreased by 4.9 million barrels from the previous week. At 463.0 million barrels, U.S. crude oil inventories remain near levels not seen for this time of year in at least the last 80 years.“…

Paradoxon

Die US-Ölindustrie braucht dringend einen höheren Ölpreis. Die Saudis sind schon auf dem besten Weg den Weltmarkt mit noch mehr Öl zu fluten – da wäre es eigentlich logisch, wenn sich die Amerikaner absprechen und ähnlich wie die OPEC ihre landesweite Fördermenge kontrolliert herunterfahren, bis sich der Ölpreis erholt hat (Angebot und Nachfrage). Aber etwas Vergleichbares wie die OPEC gibt es für die Fracking-Industrie in den USA nicht. Unzählige mittelgroße und kleine Unternehmen wurschteln alle nebeneinander her, jeder für sich, ohne sich abzustimmen. ….

http://finanzmarktwelt.de/oelpreis-desaster-wie-sich-die-us-produzenten-ihr-eigenes-grab-schaufeln-14045/

Hat ja wohl noch nie jemand ernsthaft behauptet die USA würden tatsächlich was von Ökonomie verstehen. Nicht umsonst müssen sie sich immer auf ihre Rüstungsindustrie verlassen um mit dem Po noch an die Wand zu kommen. Aber gut, wer sich von selbstsüchtigen Bankern regieren lässt hat es nicht anders verdient! Siehe welche  Goldaman Sachs Banker in welchen Politikämtern der US- Regierung und Kongress. Lohnt sich wirklich den ganzen Artikel zu lesen!

0 Gedanken zu „Ölpreis-Desaster: Wie sich die US-Produzenten ihr eigenes Grab schaufeln

  • Kaballah
    26. Juni 2015 um 22:41
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    So ganz ohne Sinn ist diese Aktion nicht Netti – einerseits bunkern die Amerikaner massenhaft Öl (immer darauf bedacht beim Steigen des Ölpreises unabhängiger zu sein und womöglich an diesem Überschuss an eigenem Öl verdienen zu können). Ob da die eine oder andere Firma auf diesem Weg den Bach runter geht ist da eher nebensächlich. Zudem ist und bleibt die Lage im Nahen Osten alles andere als stabil – sieht man insbesondere an der Situation im Irak…
    Und sollte es zu weiteren Krisenherden in dieser Region kommen hat man ja immer noch die eiserne Reserve…

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  • Netti
    8. Juli 2015 um 09:37
    Permalink

    Kaba,
    in den Artikel geht es eher weniger ums „bunkerbn“ als das sie sinnlos die Preise niedrig halten mit ihrem Massenverkauf. Obwohl dies in Anbetracht der Verknappung von Ölvorkommen auch nur noch zusätzlich aufzeigt wie hirnlos von dort aus nicht nur ökonomisch agiert wird. :sad:

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