Petition: Globale Ausbeutung stoppen: Unternehmen in die Pflicht nehmen

Sehr geehrte Mitglieder der neuen Bundesregierung,

Menschenrechtsverletzungen in Tochterunternehmen oder Zulieferbetrieben deutscher Konzerne sind trauriger Alltag an unzähligen Orten weltweit. Die unterschiedlichsten Produkte sind betroffen: Ananas aus Costa Rica oder Bananen aus Ecuador, Weintrauben aus Südafrika sowie Kleidung aus Bangladesch oder Baumwolle aus Usbekistan sind lediglich Beispiele für die strukturelle Ausbeutung in globalen Wertschöpfungsketten.

Während deutsche Unternehmen immense Gewinne machen, leiden Bananenarbeiter/innen auf Lidl-Zulieferplantagen in Ecuador, die sich einer Gewerkschaft anschließen wollen, unter der Angst, bedroht, entlassen oder diskriminiert zu werden. Auch andernorts werden für Profite deutscher Unternehmen Menschenrechtsverletzungen in Kauf genommen. So sind Arbeiter/innen auf Weinplantagen in Südafrika giftigen Pestiziden schutzlos ausgesetzt, und insbesondere Frauen werden bei ihrer Arbeit häufig diskriminiert. Dies belegt die jüngste Studie von Oxfam Deutschland „Billig verkauft – teuer bezahlt“. Die Beteiligung von deutschen Unternehmen an Menschenrechtsverletzungen in ihrer Lieferkette ist auch durch zahlreiche weitere Studien gut belegt und dokumentiert.

Die Belege machen klar: Die freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen funktioniert nicht. Es besteht dringender Handlungsbedarf! Unternehmen dürfen nicht länger die Wahl haben, ob sie Menschenrechte achten oder nicht.

Jetzt ist es an Ihnen, sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Übernehmen Sie Verantwortung und verpflichten Sie Unternehmen gesetzlich, dafür zu sorgen, dass Menschenrechte eingehalten werden – auch bei Tochter- und Partnerunternehmen im Ausland. Damit können Sie deutlich machen: Der Schutz der Rechte von Menschen ist nicht optional.

Für Ihren Einsatz zum Schutz der Menschenrechte bedanke ich mich im Voraus.

 

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