Phoenix Interview mit Michael Lüders (Sicherheitsexperte Nahost)

Phoenix „Der Tag“ vom 20.01.2015 mit Michael Lüders (Sicherheitsexperte Nahost)

Falls jemand das Interview noch nicht gesehen hat, empfehle ich diese 7 Minuten, es lohnt sich durchaus.  Ich finde sehr gut, dass unsere Experten endlich auch als solche angehört werden. Leider überwiegen oftmals politisch motivierte Entscheidungen anstelle solcher Analysen von fachkundigen Wissenschaftlern.


Im Interview werden viele Aspekte des Konfliktes in der Ukraine angesprochen. Zum einen die hohe Abhängigkeit der Ukraine von ihren Unterstützern, die somit Einfluss ausüben bzw. ausüben könnten, um Kiew zu einer diplomatischen Lösung zu zwingen. Zum anderen hält er eine militärische Lösung angesichts der Lage für aussichtslos. Außerdem erwähnt er die etwa 500 amerikanischen Söldner, die in der Ukraine kämpfen und stellt fest, dass die Interessen der USA nicht notwendigerweise auch unseren europäischen Interessen entsprechen. Durch die Sanktionen büßte alleine Deutschland bisher etwa 40 Milliarden Euro ein. Wobei jedoch grade die EU finanziell für die Ukraine bezahlt. Somit ist sie doppelt belastet. Er betrachtet die Ukraine als Scharnier- bzw. Brückenstaat und denkt, dass sie in dieser Funktion verbleiben sollte. Er warnt davor, dass auf Drängen der USA ein Konflikt in Europa stattfindet – weit weg der amerikanischen Grenzen. Ebenso spricht er das ARD Interview mit Jazenjuk an, welches er als Geschichtsverfälschung bezeichnet. Das Militärbündnis mit dem Iran sieht er als logische Konsequenz an.

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