Psychotherapie? Erst zum Expertengremium!

Psychotherapie soll eingeschränkt werden, will Jens Spahn!

Der Gesundheitsminister hat sich was neues ausgedacht um im negativen Sinne aufzufallen. Seine jüngste Idee: Es sollen speziell geschulte Ärzte und Psychotherapeuten Patienten mit psychischen Problemen voruntersuchen, und dann entscheiden, wer dann welche Therapie erhalten soll. Laut seiner Angabe soll das alles geschehen damit die Menschen nicht mehr so lange auf einen Therapieplatz warten müssen. Hört sich zunächst nicht verkehrt an, aber die Betroffenen suchen sich meist ihren Therapeuten ganz gezielt aus. Zum Beispiel im Freundeskreis oder in der Familie wird sich nach Angeboten umgehört, sehr diskret versteht sich. Denn krank sein, oder gar Schwäche zeigen, das geht gar nicht. Ein weiterer Punkt, jeder hat bis zu fünf sogenannte Probestunden, wo man sich gegenseitig „beschnuppert“ um eine Basis zu finden. Das fällt mit diesem „Expertengremium“ weg, man muss denen vorab erstmal klar machen das man wirklich Hilfe benötigt.

Was sagen die Krankenkassen?

Leider wehren sich die Kassen Zulassungen zu erteilen, vor allem im ländlichen Raum. Psychotherapeuten mit der Lizenz zum Heilen bekommen keine, da diese „ja nur“ Heilpraktiker sind. Einen Kassenpatienten darf diese Personengruppe nicht behandeln, Privatpatienten schon! Irgendwie unverständlich, vor allem da es nicht genügend Fachleute in diesem Bereich gibt. Und nicht jeder Therapeut ist für jeden Bereich geeignet, viele spezialisieren sich, auf bestimmte Bereiche. Auch hier kann nicht vorb ein Gremium entscheiden wo man hinzugehen hat. Denn teilweise wird das erst in den ersten Stunden der Therapie herausgefunden.

Es scheint mal wieder ein typischer Schnellschuss der Regierung zu sein, nur um nicht den Eindruck zu erwecken man ignoriere die Sorgen der Bürger.

Therapeuten wehren sich

Völlig klar, dss sich die Therapeuten wehren. Teils aus Angst um ihre Pfründe, aber auch wegen den Patienten. Denn anders wie bei einem Internisten oder Chirurgen sind hier die Probleme vielfältiger und treten oftmals nicht so offen in Erscheinung. Und dann ist es mit der Sprechstunde ja auch nicht getan, es muss eine Akte angelegt werden, wo die Therapie festgelgt wird, die weiteren Schritte müssen überdacht werden, Fortschritte und Rückschläge eingearbeit werden. Und das eben für jeden einzelnen unterschiedlich!  Darum sollten die Kassen auch mehr Zulassungen ausstellen, und die Politik dafür Sorge tragen, und nicht solche Schnellschüsse produzieren!

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/jens-spahn-plaene-fuer-psychisch-kranke-stossen-auf-heftigen-widerstand-a-1243190.html

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