Schräge Vorgänge: Texaner fürchten Invasion durch eigene Regierung

Man muss wohl Verschwörungstheoretiker oder Vollblut- Texaner sein, um die derzeitigen Vorgänge im Süden der USA zu verstehen: Weil sich im Internet Gerüchte verbreiteten, eine Truppenübung in Texas sei in Wahrheit der Versuch der US- Regierung, im Bundesstaat einzumarschieren, hat Gouverneur Greg Abbott sicherheitshalber texanische Streitkräfte zur Überwachung abgestellt. Und das US- Verteidigungsministerium musste offiziell klarstellen: Es ist keine Invasion geplant.

„Don’t mess with Texas“ „Leg dich nicht mit Texas an“, lautet einer der Wahlsprüche des Bundesstaats. Das gilt auch für die eigene Regierung, berichtet CNN . Ausgangspunkt sind wirre Verschwörungstheorien im Internet, dass es sich bei einer Übung von Spezialeinheiten des US- Militärs, den United States Special Forces, in Wahrheit um den Versuch der Übernahme von Teilen des Südwestens Texas handle.

Grund für den schrägen Verdacht ist offenbar eine Karte des Militärs, auf der Bereiche des Bundesstaats als „feindliches Territorium“ rot markiert sind zu Übungszwecken, versteht sich. Schließlich trainieren die Spezialeinheiten ein Szenario, das den Kampf in feindlichen Nationen und die Zusammenarbeit mit Freiheitskämpfern im Untergrund simuliert.

Texaner sehen Freiheit ständig bedroht

Viele Texaner sehen aber offenbar sich selbst in der Schusslinie. Die Einwohner des Bundesstaats sind berüchtigt für ihre ganz besondere Freiheitsliebe. So sind zahlreiche texanische Waffennarren, die für noch liberalere Gesetze eintreten, etwa selbst der ultrakonservativen Schusswaffenlobby NRA zu „schräg“. Auch ist Texas regelmäßig an der Spitze jener Bundesstaaten, die sich mithilfe bizarrer Petitionen von den USA abspalten wollen. Ihre Freiheit sehen sie durch alle möglichen Gesetze beschnitten, vom Waffenstreit bis hin zu Präsident Barack Obamas Krankenversicherung.

Statt jedoch die neuesten Verschwörungstheorien zu ignorieren und zu beruhigen, hat der republikanische Gouverneur Greg Abbott die unter seiner Kontrolle stehende texanische Staatsgarde zur Überwachung der Special Forces abkommandiert. Begründung Abbotts an den Kommandanten der Garde: „Es ist wichtig, dass die Texaner wissen, dass ihre Sicherheit, verfassungsmäßigen Rechte, Privateigentumsrechte und Bürgerrechte nicht verletzt werden.“ Die texanischen Truppen sollen die achtwöchige Übung, die im Juli startet, daher „beobachten“ und Abbott Bericht erstatten.

zu finden bei http://www.krone.at/Welt/Texaner_fuerchten_Invasion_durch_eigene_Regierung-Schraege_Vorgaenge-Story-451749

Das befreundete deutsch-sprachige Ausland hat anscheinend ein entspanntereres Verhältnis zu „unseren Verbündeten“ mit ihren neurologischen Eigenheiten.

0 Gedanken zu „Schräge Vorgänge: Texaner fürchten Invasion durch eigene Regierung

  • Kaballah
    6. Mai 2015 um 22:05
    Permalink

    Naja Apo – anders ausgedrückt wissen die Texaner schon wozu die US-Truppen in der Lage sind, daher ist Vorsicht eben besser als Nachsicht ;-)
    Letztlich haben trotzdem die Bundesstaaten mit den liberalsten Waffengesetzen natürlich immer gerne den Finger am Abzug!

    Antwort
  • 12. Mai 2015 um 15:16
    Permalink

    Die kennen sich mit dem Beweismittel des rauchenden Colt sehr gut aus.
    Mit Verstand und Überzeugen – sieht es da anders aus.

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.