Sigmar Gabriel (SPD): Gegen bedingungsloses Grundeinkommen

Vor rund 100 Zuhörern sprach sich der Ex-Wirtschaftsminister dafür aus, die globale Digitalisierung der Wirtschaft als Herausforderung zu begreifen und erteilte in diesem Zusammenhang einem bedingungslosen Grundeinkommen eine klare Absage.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/solingen/gabriel-haelt-plaedoyer-gegen-bedingungsloses-einkommen-aid-1.6814621

Einerseits die Digitalisierung als Herausforderung zu begreifen ist ja noch nachvollziehbar – wer kann sich denn tatsächlich dieser Entwicklung entziehen. Andererseits nicht akzeptieren zu wollen was andere schon lange prognostizieren:

10 bis 20 Prozent der Bevölkerung werden wohl weiterhin immer mehr arbeiten – aber ganz viele Leute werden gar keine Arbeit mehr haben: Wir werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten gewaltig viele Berufsgattungen verschwinden sehen; all die höherrangigen Dienstleistungsberufe wird es in absehbarer Zeit nicht mehr geben.

https://www.nzz.ch/feuilleton/zeitgeschehen/richard-david-precht-ueber-die-gegenwart-der-philosophie-steht-eine-neue-grosse-zeit-bevor-ld.129311

Die deutsche Politik in Form der derzeitigen Regierungskoalition treibt die Digitalisierung 4.0 voran und verschließt ganz bewusst die Augen vor den Folgen – keiner mag dem Bürger erklären was dies denn bedeuten würde, Richard David Precht dagegen bringt es auf den Punkt. Und genau deswegen brauchen wir über kurz oder lang genau dieses bedingungslose Grundeinkommen – eine wie von Gabriel favorisierte „Verteilung der Gewinne“ ist ja auch absolut undefiniert und lässt vollkommen offen wer an wen was verteilt. Typisch Gabriel eben… aber damit steht er ganz sicher nicht alleine!

 

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